Nur noch 39 Stück

Ich habe wegen der Venenentzündung auch Spritzen bekommen, die ich selber spritzen sollen. Jeden Tag eine also. Ich habe ja praktisch Übung damit, denn seit ungefähr 2011 begleitet mich das immer wieder mal.

Ich habe sonst immer recht viel Angst gehabt, mich selber zu spritzen, aber heute Abend, gerade eben, ging das sehr schnell. Eigentlich darf man nicht so viel darüber nachdenken. Ich weiß auch, dass es Abende geben wird, wo ich wieder Überwindung brauche. Natürlich kommt die Nadel in den Bauch. Dann verteilt sich die Mischung im Körper und gelangt an die richtige Stelle.

Die Überwindung besteht darin, dass wenn die Nadel auf die Haut trifft. Wenn sie die Hautschicht einmal durchdrungen hat, dann muss man nur drücken und schnell wieder heraus ziehen und ich bin dann stolz auf mich, dass ich diese eine Spritze geschafft habe.

Für mich das Selberspritzen vergleichbar vielleicht mit einem Sprung vom 3 Meter Brett. im Schwimmbad.

In früheren Jahren musste ich nur fünf Mal spritzen, aber diesmal soll ich das insgesamt 40 mal machen. Na ja, nur noch 39 mal.

Vielleicht war der Arzt von gestern so erbost über mich, dass er mich damit bestrafen wollte. Vielleicht liege ich da falsch, aber irgendwie wollte er mir eine verpassen.

Den heutigen Tag habe ich ruhig verbracht. Heute Morgen habe ich die Spritzen von der Apotheke abgeholt, meine AU von gestern verschickt und war noch einkaufen. Ansonsten war ich zu Hause und habe viel mit Linux gemacht.

Durch den Kompressionsverband konnte ich ja nicht schwimmen gehen, wie ich das eigentlich geplant hatte an meinem freien Tag. Aber da ich ja bald wieder meinen Kompressionsstrumpf anziehen kann, ist das Schwimmen gehen, nicht mehr so fern.

Das Schwimmzentrum Rüttenscheid geht schon ab dem 21.12.2019 wieder in die Weihnachtsferien. Ich habe nächste Woche Urlaub und kann somit bis zum 20.12.2019 dort schwimmen.

Ich habe auch den Tag genutzt, die neuen Fahrpläne für den Fahrplanwechsel ab dem 15.12.2019 angeschaut. Also manches ist zum Haaressträuben. Dieser Taktbruch der S1 in Duisburg gefällt mir gar nicht. Total lustig finde ich, dass die S4 von Dortmund Lügtendortmund bis Unna Königsborn in der Hauptverkehrszeit (HVZ) alle 15 Minuten fährt, aber bis Unna, wo sich der Knotenpunkt und die Innenstadt befindet, nur alle 30 Minuten bedient wird.

Die S4 benutzt zwischen Unna-Königsborn und Unna (Bahnhof) eine ehemalige Kohlenbahnlinie, die ist aber nur eingleisig. Geneigte Leute werden sagen, dann steige ich halt in Königsborn in den Bus und fahre zur Innenstadt.

Das ist aber nicht so einfach, denn die Busse gehören nicht mehr zum VRR, sondern zur VKU (Verkehrsgesellschaft Kreis Unna, die zur VRL, Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe gehört). Die S4 ist aber mit dem VRR Tickets bis Unna benutzbar (gilt auch für den RE7, RE13 und RB59).

Das heißt der Berufstätige, der bislang gewöhnt war in der HVZ morgens und oder abends alle 20 Minuten eine S-Bahn vorgefunden hat und nach Dortmund wollte (für Dortmund Asseln bzw. Wickede gibt es vielleicht auch einen Übergangstarif der VRL), der muss jetzt länger warten, nämlich alle 30 Minuten.

Die Strecke zwischen Wuppertal Oberbarmen und Hagen HBF gibt es ab dem 15.12.2019 auch nur noch alle 30 Minuten, also alle 30 Minuten in der HVZ, statt alle 20 Minuten.

Ich finde es ein totaler Witz, der immer als Fortschritt angesehen wird, dass eine Vielzahl der S-Bahnen nur noch alle 30 Minuten fahren.

Ja man will den RRX fördern. In anderen Verkehrsverbünden fahren die S-Bahnen alle 10 Minuten oder noch mehr und bei uns, weil man sich in den Sinn gebracht hat auf der S1 zwischen Essen und Dortmund und der S4 zwischen Dortmund-Lügtendortmund (Linie bedient nicht den Dortmunder HBF) und Unna-Königsborn alle 15 Minuten zu fahren.

Die S1 fährt zwischen Essen und Duisburg auch alle 30 Minuten, auch morgens zur HVZ und dann ab Duisburg bis nach Solingen alle 20 Minuten. Der Rheinländer, die Kölner, Düsseldorfer waren gegen die Umstellung der Takte. Somit gibt es auf der S1 in Duisburg eine Fahrt, die in Duisburg anfängt und nach Solingen fährt und zwei durchgängige Fahrten.

Aus Erfahrung weiß ich, wenn der Regionalexpress große Verspätung hat, dann ist die S1 immer voll, weil sie auf die S-Bahn ausweichen und dann kommt eine S1, die hat nur ein Triebwagen, statt zwei.

Wenn der RRX Verspätung hat oder ausfällt, was auch möglich sein könnte, dann wird die alle 30 Minuten S-Bahn sehr voll sein.

Die als Entlastung gedachte RB33 nach Essen HBF fährt nur einmal in der Stunde.

Die S3 fährt grundsätzlich alle 30 Minuten.

Warum S-Bahnen nicht grundsätzlich alle 20 Minuten fahren – das hat doch jahrzehntelang gut funktioniert, warum man das jetzt davon abgekommen ist, weiß ich nicht. Ich weiß nicht, was für politische Entscheidungen da vor einigen Jahren getroffen worden, wer sich da wie durchgesetzt hat, welche Gelder da wohin geflossen sind. Keine Ahnung, aber anscheinend gab es da ein abgekarperters Spiel.

Eigentlich müsste es ein alle 10 Minuten / alle 20 Minuten Takt geben. Aber alle 15 Minuten / alle 30 Minuten ist ein gewaltiger Rückschritt.

ProBahn, sonst sehr kritisch, begrüßt das neue Konzept. Ich weiß nicht, haben die alle Tomaten auf den Augen, ducken die sich weg oder warum spielen sie da mit?

Ich finde das sehr seltsam.

Ich würde mich nicht wundern, dass es entweder Protest der Fahrgäste geben wird oder sie wandern ins Auto zurück.

Der RRX, das große Aushängeschild hat die Sinne aller Politiker und Verantwortlichen bei ProBahn und dem VRR vernebelt.

Oder man will den Stau auf der A40 weiter ankurbeln. Ich weiß es nicht.

Die Zeiten aller RRX (RE) Linien, die für mich relevant sind, um nach Düsseldorf zu fahren, sind alle gleich geblieben.

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