RRX Ausbau steht bevor

Mit einer Arbeitskollegin, die in Düsseldorf wohnt, war ich heute direkt nach der Arbeit bei einer Veranstaltung, die von der Deutschen Bahn AG durchgeführt in Düsseldorf Lichtenbroich, Wanheimer Straße, wurde.

Rot ist der Streckenverlauf des RRX

Ich dachte, ich müsste die Veranstaltung um 18 Uhr absagen (also im Sinne, dass ich nicht hingehen könnte), denn genau heute kamen um 17.30 Uhr noch einmal sehr viele Anrufe. Eigentlich sehr ungewöhnlich. Aber typisch. Das ist so als ob man mit der Deutschen Bahn AG fahren möchte und man hat einen Termin. An 364 anderen Tagen fährt der Zug pünktlich ab; wenn man den Termin hat, dann fällt er aus. Um die DB auszutricksen, fahre ich dann immer zwei Züge früher los und bin lieber zu früh als zu spät da.

Die Veranstaltung fand keine 100 Meter von meiner Arbeitsstelle statt und ich bin dann 7 Minuten früher aus der Leitung gegangen, weil ich hatte die naive Vorstellung, dass der Saal vollgefüllt wäre.

Aber wie schon damals wie bei der Vorführung der Stadt Essen im Jahre 2008 im Klassenzimmer des Burggymnasiums, wo das zukünftige Bäderkonzept vorgestellt wurde, kam nur ein kleiner Haufen. Ich weiß, wenn es konkreter wird, dann gibt es die ersten Bürgerinitiativen und dann kann man sich sicher sein, dass das Projekt ins Wanken gerät.

Ich bin persönlich sehr gerne auf solchen Veranstaltungen, denn sie bieten das ganze mal vor Ort anzuschauen und mit den Personen zu reden. Es gibt und gab auch heute wieder, Leute, Männer oder Frauen, die meinen alles fragen zu müssen.

Weichenkarte der Strecke von Dortmund nach Düsseldorf

Das letzte Mal ging es um die künftige Liniennetzumstellung hier im Ruhrgebiet durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Hier habe ich auch das erste Mal den Pro-Bahn NRW Sprecher Lothar Ebbers gesehen.

Das Projekt RRX ist ja hier im Ruhrgebiet und NRW in aller Munde. Neue Züge, mehr Gleise (ja man höre und staune).

Die Veranstaltung fing um 18 Uhr an und endete irgendwann später. Zum Schluss in der Fragerunde ging es hauptsächlich nur noch um die Farbe der Schallschutzwände oder ob sie Graffiti standhalten würden und das ist mir dann doch zu doof. Aber das haben auch hauptsächlich Frauen gefragt. Die kreative Ader des weiblichen Geschöpfs, welche wir Männer nicht so in ausgeprägter Form haben, kam zum Vorschein.

Die Arbeitskollegin ist früher gegangen, was kein Problem war. Dafür dass sie ganz spontan mit gegangen ist, fand ich es super. Ich bin noch bis 18.55 Uhr geblieben, ehe ich dann den RE2 nach Essen genommen hatte.

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Ich bin perplex über die Auftragsbesteller

Ich hatte mich ja beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr über den letzten Freitag in der Baustellenzeit, den 23.08.2019, über die Eurobahn beschwert, weil sie nur einen Triebwagen eingesetzt hatte, als ich um 9.43 Uhr ab Oberhausen Hauptbahnhof nach Düsseldorf Hauptbahnhof gefahren bin und der Zug so voll war.

Das war so gewollt. Der VRR erklärte mir, bei Nachfragen, im Vertrag zwischen Eurobahn und VRR steht drin, dass nicht alle Fahrten auf dem RE3 (und RE13) sind in Doppeltraktion (also zwei Triebwagen hintereinander gekoppelt). Die morgendliche Fahrt um 5.36 Uhr ab Essen-Altenessen (welche um 5.43 Uhr in Oberhausen Hauptbahnhof ankäme) wäre so eine. Da wird auch im Laufe des Tages kein zweiter Triebwagen hinzu gekoppelt. Diese Leistung von 5.35 Uhr ab Essen-Altenessen fährt den ganzen Tag als Einzeltraktion herum. Natürlich kommt der Triebwagen irgendwann mal in den Berufsverkehr hinein.

Und auch die Fahrt um 9.36 Uhr ab Essen-Altenessen (9.43 Uhr ab Oberhausen Hauptbahnhof, 9.53 Uhr ab Duisburg Hauptbahnhof bzw. 10.45 Uhr ab Düsseldorf Hauptbahnhof zurück nach Hamm/Westfalen Hauptbahnhof) fährt den ganzen Tag als Einzeltraktion durch die Gegend. Ich würde mich nicht wundern, wenn die Leistung ab 9.36 Uhr ab Essen-Altenessen, die erste Fahrt von 5.36 Uhr ab Essen-Altenessen wäre.

Der Abschnitt zwischen Düsseldorf und Duisburg ist einer der am meisten genutzten Abschnitte und die Züge sind meistens voll bis ziemlich voll.

Wir wollen mehr Menschen von der Straße auf die Schiene locken und dann werden solche Verträge geschlossen? Dann werden diese Verträge auch nicht während der Baustellenzeit geändert, so dass mehr Kapazitäten vorhanden ist.

Denken die Verantwortlichen wo auch immer, dass immer alles gut geht und sich keiner beschwert und wer sich beschwert, dem erzählen wir ihm irgendeine Geschichte? Da Politiker auch in den Aufsichtsräten von Verkehrsverbünden und Zweckverbänden drin sitzen, kann man sich ausrechnen, dass auch von der Politik so gewollt ist. So nach dem Motto: Kalkuliert mal haarscharf, damit wir (Politiker) Euch nicht so viel Geld zu Verfügung stellen müssen (damit wir unser Diäten oder das Geld nach Griechenland raus werfen können).

Leider kann man die ganzen Lobbygruppen von „Pro Bahn“, „Allianz pro Schiene“, „VCD“ auch alle vergessen. Was ich oft von denen in den Medien lese bzw. auf deren Nachrichtenportalen, hört sich immer total harmlos an.

Es hat in Deutschland keiner ein richtiges Interesse, dass wir so einen ÖPNV oder einen öffentlichen Fernverkehr wie in der Schweiz oder in den Niederlanden bekommen. Es wird zwar immer öffentlich geschimpft und mag sein, dass eine oder andere mehr für den ÖPNV und den Fernverkehr einsetzt, aber diese eine Person muss sich dem Druck der anderen beugen.

Geschichten wie die Magnetschwebebahn wurden bestimmt auch auf diese Art abgeschmettert und ich wage zu bezweifeln, ob bei uns in Deutschland auch der Hyperloop käme.

Die Grünen und alle anderen Parteien, die sich immer für mehr ÖPNV angeblich einsetzen wollen, werden sich nie durchsetzen, besonders nicht, wenn sie an der Macht sind.

Die Grünen waren ja schon mal in Regierungsverantwortung (Joschka Fischer) und was ist daraus geworden? Nicht so viel. Die Grünen waren auch in NRW an der Macht. Es kam auch nichts daraus und jetzt in Baden-Württemberg höre ich auch nicht besonders viel.

Die Umweltzonen sind ein Witz (daran hält sich niemand; es wird auch nicht kontrolliert), die Fahrverbote sind auch vom Tisch (wenn auch nicht offiziell) – sie sind so aufgelockert, dass sich daran niemand mehr halten muss.

Eigentlich kann man die ganze Veranstaltung von Friday for Future vergessen. Es sind nette Demonstrationen, aber bewirken werden sie nichts.

Wenn man nicht einmal möchte, dass auf allen Linien in Deutschland das größtmögliche ÖPNV-Angebot zur Verfügung gestellt wird, wenn im Kleinen bei einzelnen Linien solche komischen Verträge wie zwischen Eurobahn und VRR geschlossen wurde, so lange hat niemand irgendwelches Interesse am Klimaschutz. Denn wenn man Interesse am Klimaschutz hätte und die Menschen bewegen würde von der Straße auf die Schiene, so lange muss man als überzeugter ÖPNV Nutzer das Leben in vollen Zügen genießen und schon mal nicht mitkommen.

Aber alles das ist so gewollt, von so vielen Beteiligten in Deutschland.

Selbst in Belgien sind die Züge für deren Verhältnisse sehr lang. Die IC Linie 01 von Eupen nach Ostende ist bedeutend länger als so mancher Intercity in Deutschland. In Belgien und den Niederlanden fahren schon seit Ewigkeiten Doppelstock Intercity Züge. Die Niederländer fahren im 30 Minuten Takt. Hat man einen verpasst wartet man 25 Minuten auf den nächsten und fährt weiter.

Man fährt mit dem Fahrrad zum Bahnhof, parkt es dort, stempelt man sich mit der OV-Chipkaart ein, fährt mit den Zügen zum Endbahnhof, geht es ins Parkhaus, leiht sich ein örtliches Fahrrad aus und fährt weiter. Man hat nur eine Fahrkarte (die OV-Chipkaart), einstempeln, ausstempeln, Ankunft. Alles ganz einfach.

Klar, der Deutsche schreit sofort und verfällt in totaler Panik wegen Datenschutz.

Unser deutscher Datenschutz verhindert ganz erfolgreich solche einfachen Methoden wie in den Niederlanden. Die Deutschen wollen es nun mal ganz unbequem haben, zig Fahrkarten, zig Fahrkartensystem (und das nur innerhalb eines Bundeslandes). Das ist alles nicht so schlimm, wie die Daten weiterzugeben. Gut, die Deutschen wollen das alle so haben (bis auf ich), dann müssen wir mit so vielen Verkehrsverbünden leben, den schließlich sichert das auch die wertvollen Managerposten.

In Belgien gibt es nur vier Verkehrsgesellschaften (die SNCB, die STIB (Brüssel), De Lijn für Flandern und TEC für die Wallonie).

In den Niederlanden gibt es nur auch nur einige Verkehrsgesellschaften. Auf dem Portal 9292.nl kann man seine Fahrt von Sluis bis nach Eemshaven (7 Stunden und 16 Minuten braucht man für diese Fahrt planen, die 38 Euro einfach kostet).

Man fährt mit der Linie 42 bis Oostburg, mit der Linie 1 (fünf Minuten Wartezeit) bis Terneuzen, dann mit der Linie 20 bis Goes, dann mit den Zug (Intercity) von Goes nach Leiden, umsteigen in den Intercity nach Groningen und dann mit dem Stoptrein nach Eemshaven.

Bei den Umsteigezeiten wird einem schwindelig. Die längste Umsteigezeit ist in Groningen mit 10 Minuten, alle anderen sind darunter.

Mit welcher App kann man das für Deutschland? Das Portal der Deutschen Bahn.de eignet sich manchmal dafür, aber man kann dort nur die Schienenverbindungen buchen; die Fahrt mit den örtlichen Bussen und Bahnen nicht.

Machen wir uns nichts vor. Es wird keinen Deutschland Takt geben (auch wenn man anders sagt). Es wird hübsch alles beim Alten bleiben. Das ist bequem, da braucht man sich nicht anstrengen und alle Manager können am Mittwoch Abend pünktlich in die Loge vom Theater sitzen und teures Essen zu sich nehmen.

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Rüttenscheid – Stadtwald – Steele – Kray

Die Arbeitswoche war gut. Die Fahrt mit dem ÖPNV hat super geklappt und ich muss ehrlich sagen; die Frühschicht liegt mir einfach. 4.30 Uhr aufstehen, 5.10 Uhr das Haus verlassen, 7 Uhr anfangen. Die Woche ist auch total schnell vorbei gegangen. In der Spätdienstwoche zieht sich die Woche immer. Gefühlt ist sie immer doppelt so lange und meine Motivation ist auch immer sehr niedrig. Jetzt in der Frühschicht war sie sehr hoch, aber ich bekomme die Frühschicht nur noch ganz selten. Aber auf den biologischen Rhythmus achtet ja kein Arbeitgeber mehr, die Motivation der Mitarbeiter aufrecht zu halten, ist der Mehrheit nicht wichtig und daher lebe ich leider gegen meinen biologischen Rhythmus – mit welchen Folgen weiß ich noch nicht, die werden sich hoffentlich nicht zeigen, aber könnten früh oder später eintreten.

Ich war beim Frisör (weder bei der Normalschicht noch bei der Mittelschicht könnte ich dahin. Nein, für dem Arbeitgeber werde ich nicht meinem Stammfrisör und meinen Zahnarzt wechseln, nur weil dieser gegenüber der Firma liegt) und vom halbjährlichen Zahnarztbesuch mal ganz zu schweigen.

Auch heute bin ich um 5 Uhr wach geworden und bin mal ausnahmsweise nicht morgens um 7 Uhr zu EDEKA gefahren, sondern war erst am Nachmittag dort.

5 Uhr am Samstag und Sonntag wach zu werden, ist ganz normal für mich.

Ich habe gestern das Magazin von Roland Tichy gekauft (Tichy Einblicke). Ja, gefällt mir einiges was er so sagt und obwohl ich Mojib Latif oftmals nicht so ganz mag, so äußerte er sich bei der Redezeit auf NDR Info, dass er für den Ausbau bei der Digitalisierung, bei der Infrastruktur sei und so. All da befürworte ich ja seit langem.

Heute bin ich am wohl letzten heißen Tag in diesem Jahr, aber damit bin ich vorsichtig, noch einmal unterwegs gewesen, denn der September kann kühl beginnen, aber er kann noch einmal warm werden. Oftmals war es am 03. Oktober immer noch sehr warm, wenn auch meist nur für einen Tag.

Ich war erst in Rüttenscheid bei EDEKA, dann spontan habe ich mir einen Laufladen auf der Rüttenscheider mal angeschaut. Dieser Laden empfand ich enttäuschend. Große Verkaufsfläche, aber dafür im Verhältnis geringe Anzahl von Ware. Dann wollte ich mir spontan so ein Gerät zum Messen der Länge der Fahrradkette kaufen. Ich habe auch ein Geschäft im südlichen Rüttenscheid ausgeguckt. Zum meinem Leidwesen es hatte dieses Gerät nicht.

Überall wird gestöhnt, man soll zum Einzelhandel gehen, aber der Einzelhandel hat nicht einmal die einfachsten Sachen.

Nach der Entfernung der Busspur in der Mitte, wunderbar begrünt
Wittenbergstraße am Stadion Uhlenkrug in Essen-Stadtwald

Ich bin dann über die Manfredstraße zum Uhlenkrugstadion gefahren (heute war kein Spieltag). Der ETB SW Essen ist noch Tabellenzweiter in der Oberliga Niederrhein. Schwarz-Weiß Essen, aber auch die SG Essen-Schönebeck (Frauen) können eins immer ganz gut. Die eine Hälfte der Saison sind sie sehr gut, bei der anderen Hälfte müssen sie wieder langsam lernen wie Fußball spielt. Die Winterpause ist immer der Knackpunkt.

Ich bin dann über den Radweg (Grugaradweg) jetzt ganz asphaltiert nach Steele gefahren. Den Weg kenne ich noch als Naturweg. Natürlich gibt es bei der Abfahrt nach Steele immer wieder Rennradfahrer, die meinen, nur ihnen gehört die Strecke. Mir ist auch egal, wie oft ich überholt worden bin.

Spillenburger Wehr – Ruhr
Einsehbar vom Radweg Steele nach Bergerhausen

Das Steeler Freibad (nur ein 25 Meter Becken) hatte noch geöffnet und es war auch echt gut besucht. Eigentlich kann man hier um 12 Uhr mittags nur planschen, denn richtig schwimmen ist unmöglich, vielleicht ganz früh am Morgen.

Von Steele bin ich parallel zur Krayer Straße gefahren. Wenn es heiß ist und wenn es regnet, dann fährt man als Radfahrer sollte man nicht Hauptverkehrsstraßen befahren, die eher eng sind. Autofahrer sind bei diesen Wetterzuständen besonders aggressiv. Am aggressivsten sind sie, wenn sie von der Arbeit nach Hause fahren. Dann wird die ganze Wut vom Arbeitstag in den Straßenverkehr verlagert. Obwohl man sich als Radfahrer richtig verhält, scheint man dann aus deren Sicht alles falsch zu machen.

Krayer Platte (Krayer Straße Richtung Kray Mitte)
rechts am Geländer verläuft die A40

Auf der Krayer Straße beim EDEKA Markt habe ich mir eine Bratwurst für 1,50 Euro mit Brötchen gegönnt. Auch wenn es heiß ist, brauche ich etwas mehr im Magen als einen Salat. Als ich vor einigen Wochen mein Iphone abgeholt hatte, hatte ich am Mittag nur ganz wenig gegessen, wegen der Hitze. Ich war dann so von der Hitze genervt, so müde, dass alles um mich herum nervte. Ich esse auch seitdem am Mittag nicht so super viel, aber ich muss etwas essen. Manche, die nicht Fahrradfahren und auch keine 20 km fahren, essen nur ein Brötchen. Als Fahrradfahrer ist mir das zu wenig, auch wenn es heiß ist.

Auf jeden Fall bin ich dann auf die Bonifaciusstraße rechts von der Rotthauser Straße abgebogen, um auf den Radweg Kray-Wanner-Bahn zu kommen, aber nicht wie üblich nach Herne zu fahren, sondern nach Schonnebeck.

An der Straße „Kleiner Bruch“ fahre ich dann herunter, um dann am Schonnebecker Markt über die Hallostraße nach Stoppenberg zu fahren.

Natürlich war ich bei REWE auf der Hallostraße dann richtig einkaufen. Ich brauche ja etwas für morgen Mittag für mich. Danach bin ich wie üblich nach Hause gefahren. Lange war ich im Prinzip nicht unterwegs, nur 4 Stunden.

Ab morgen kommt Kühle nach NRW. Aber es bleibt noch um die +20 Grad warm. Wenn man dann einen schönen Tag erwischt am Wochenende, dann kann ich ja ausgedehnte Touren machen.

Ich habe mich gerade total erschrocken. Auf der Höhe von meinem Sessel im Wohnzimmer kann ich direkt zur Wohnungstür schauen und auch den Spion sehen. Ich habe dort im Spion ein rot-weißes Licht gesehen und weil ich die Wohnzimmerlampe (LED) noch nicht eingeschaltet hatte, sah es total gruselig aus. Dabei war wohl nur jemand von meinen netten Nachbarn im Hausflur.

Es sah so aus wie manche Folgen von Mondbasis Alpha (Martin Landau, Barbara Bain, Barry Morse), wenn sie gegen so manches Ungeheuer gekämpft hatten.

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Kleve – Millingen – Zevenaar

Ich war nach zwei Monaten doch wieder in den Niederlanden, aber das ganz spontan. Das war nicht so geplant.

Ganz früh morgens um 7 Uhr habe ich das Haus verlassen, damit ich mit der RE 42 ab Essen-Altenessen um 7.41 Uhr fahren konnte. Mit der RE 42 bin ich bis Krefeld HBF gefahren. Zum Glück fuhr der RE 10 nach Kleve (20 Minuten später um 8.36 Uhr) auch vom gleichen Gleis (Gleis 1) in Krefeld ab. Ich war im Zug schon im Gedanken wieder das Rad (welches ich wie immer dabei habe) von einem Gleis zum nächsten tragen müsste. Aber das blieb mir erspart.

Der RE 10 wird von der Nordwestbahn betrieben und fährt mit einer Doppeltraktion.

Der Zug braucht eine Stunde bis Kleve (von Krefeld Hauptbahnhof). Eine Fahrt, die aus meiner Sicht ziemlich langsam vorkommt. Man sieht ab und zu eine Windkraftanlagen an der Strecke, aber ansonsten nicht so viel.

Kleve ist oder war die Heimat von einem Arbeitskollegen, der jeden Tag nach Essen pendelte. Für mich ein Wahnsinn. Morgens 2,5 Stunden hin und dann wieder abends zurück, bei Wind und Wetter und nur mit dem ÖPNV.

Bei der Ankunft in Kleve um 9.36 Uhr hat man keinerlei Weiterfahrtmöglichkeiten. Der nächste Bus (Linie 56 nach Bedburg Hau Rathaus) würde um 10.16 Uhr abfahren. Mit dem SB58 nach Nijmegen käme man erst um 11.16 Uhr. Sehr provinziell das ganze dort.

Kleve Radweg nach Kranenburg (rechts Drasinenstrecke)

Ich bin erst auf einem neuem Radweg gefahren, der ganz nach niederländischen Vorbild eigenständig verläuft. Aber an einigen Punkten muss man auf dem Stadtgebiet von Kleve dennoch abbremsen, aber Ampel geben einen meist sofort grüne Welle.

Am Prinz-Moritz-Kanal bin ich auf ein Gebilde aufmerksam geworden und bin hier links abgebogen. Ein prachtvoller Kanal mit einem prachtvollen Gebäude am Ende. Hier befindet sich auch der Klever Tiergarten.

Eigentlich wäre ich jetzt zurück nach Kleve gefahren, aber auf einer Ortskarte hielt an, um zu schauen, was so in der Nähe gibt. Ich bin auf ein Wasserschloss in Rindern aufmerksam geworden und wollte dahin.

Und wie es so halt ist, ich sehe ein Schild für Fahrradfahrer Millingen aan de Rijn 8,9 km und ich dachte: „Jetzt fahre ich doch dahin, ist ja nicht weit“.

An der K3, an der Straße, wo auch werktags die Linie 60 stündlich von Kleve nach Millingen aan de Rijn verkehrt, bin ich dann entlang. Die Ortschaften Düffelward, Keeken, Bimmen habe ich links oder recht liegen gelassen und gerade zu zu den Niederlanden. Habe ich einmal Blut geleckt in die Niederlande zu fahren, dann hält mich nichts mehr auf. Ich muss das Flair der niederländischen Radwege genießen.

Millingen aan de Rijn Hauptstraße

Millingen aan de Rijn hat 5.900 Einwohner; es hat aber alles was man braucht (außer ein Schwimmbad). Millingen aan de Rijn ist ein Teil von der Gemeinde Berg en Dal. In der OpenStreetMap könnte man meinen, dass Millingen nichts hätte. Es ist aber das Gegenteil der Fall. Deutsche Gemeinden bieten nicht so ein Reichtum, wie eine Niederländische in der gleichen Größenordnung.

Es gibt einen Albert Heijn (also ein Supermarkt), Aldi, ein kleines Kino, einen Fußballplatz, Kruidvart (Dogeriegeschäft – hier mein Wohnstadtteil Stoppenberg hat 16.000 Einwohner und keinen Drogeriemarkt), verschiedene Cafés, Restaurants.

Elmenhorst wo ich im Urlaub war, hatte 3.000 Einwohner und kein Restaurant, kein Café, wo man am Abend mal einkehren hätte können.

Im Zentrum von Millingen gibt es auch eine Ladestation für Elektroautos. Es stand ein schwarzer Tesla und tankte auf. Nein, das war kein Supercharger von Tesla.

Nördlich von Millingen gibt es auch ein Industriegebiet. Im Gegensatz fährt hier auch am Sonntag wenigstens stündlich die Linie 80 von der Firma Breng nach Nijmegen.

Also irgendwas stimmt doch mit Deutschland nicht. Im Gegensatz zu den Niederlanden ist Deutschland doch arm? Oder nur in NRW?

Von Millingen bin ich mit dem Fährboot (1,80 Euro mit Fahrrad) rüber nach Pannerden gefahren.

Auf dem Rhein Blickrichtung Arnhem

Es gab nur ein Schild: Zevenaar 9 km und ich wusste wo hin die Reise ging. An einer schmalen Brücke musste ich kurz anhalten, um halt die Fotos zu machen und zufällig saß ein Pärchen auf Tisch und Stuhl und breitete eine Fietskarte aus. Ich habe kurz um Erlaubnis gefragt, meine aktuellen Position zu erfragen und wie ich weiter käme.

Ich wollte nur wissen, ob ich Pannerden passieren musste oder nicht. Klar, kann man das alles in der App nachschauen, aber die Karte war jetzt schneller und es gab von dem Mann noch den Hinweis, dass es eine App mit den Knooppunten gäbe.

In Pannerden gab es einen Flohmarkt. Also einen echten und nicht ein besserer Lebensmittelmarkt, es gibt dort einen Coop Markt, so was wie ein kleines Wildgehege.

Bei über +30 Grad fällt es mir schwer, an einem Ort länger zu bleiben, der nicht mein Zielort ist.

Ich bin den Hinweisen Zevenaar (von Pannerden sind es ungefähr 5 km) gefolgt und war auch zeitig in Zevenaar.

Was mir nicht bewusst war, ich war im Westen von Zevenaar. Ich hatte erst eine Frau gefragt, wohin es zum Zentrum ginge, weil ich befürchtete bei den vielen Kleinstraßen würde ich es trotz App nicht finden. Sie fing mit Englisch an, aber als ich mit Niederländisch nachfragte, sprach sie auch ihre Heimatsprache.

Zevenaar Radweg (rote Fläche) – wieder einmal ganz toll

Ich habe die ganzen, ganz tollen super durchdachten niederländischen Vorgehensweise einen Radweg zu beenden nicht fotografiert. Ich würde nur wütend über Deutschland werden. Also Rostock war schon ideal zum Fahrradfahren, aber das Ruhrgebiet (außer Dortmund) ist zum Abwinken, besonders Essen.

Flink bin ich zum Zentrum gekommen, weil ich da etwas gegessen habe. Die Kellnerin wechselte so schnell die Sprachen von niederländisch über englisch zu deutsch und dann wieder zurück und dann wieder zurück. Sie machte mich ganz konfus niederländisch zu sprechen.

Es war diesmal wirklich gemütlich, am Maarkt bei den vielen Restaurants etwas zu finden. Anfang Juni war ja so ein Fest und da waren auch die Geschäfte offen. Aber heute war Zevenaar etwas verschlafen. Muss ja auch mal sein.

Mein Niederländisch ist für den Beruf viel zu schwach. Es ist daher auch logisch, dass keine deutsche Firma mich irgendwo einsetzen würde, wo niederländische Sprachkenntnisse erforderlich wären. Nur ein Kleinstunternehmen von 10 Personen vertraute auf meine Kenntnisse. Aber das war auch die Ausnahme und wird die Ausnahme bleiben.

In Zevenaar war ich noch bei Coop, weil ich unbedingt noch etwas auf niederländisch zu lesen kaufen wollte und auch noch ein Getränk für die Rückfahrt, denn ich wollte die Niederlande frühzeitig verlassen.

Anfang Juni als ich schon einmal in Zevenaar war, war der RE 19 von Abellio überfüllt von Reisenden. Hier war das verlängerte Wochenende von Fronleichnam zu Ende gegangen und da heute der letzte Tag der NRW Sommerferien ist, hatte ich mir ausgerechnet, dass die Züge von 14.57 Uhr, 15.57 Uhr und 16.57 Uhr wohl sehr voll sein würden.

Ich habe den Zug um 13.57 Uhr genommen und der war ziemlich leer. Aber da ich Zevenaar in mein Herz aufgenommen habe, war ich heute nicht das letzte Mal dort.

Ich muss nur mal aufhören, in die Niederlande zu fahren, wenn es über +30 Grad warm ist. Irgendwie habe ich immer das komische Anliegen, bei übermäßigen Temperaturen ins Nachbarland zu fahren und große Touren zu machen.

Um 16.15 Uhr bin ich dann in Essen-Stoppenberg angekommen. Zurzeit scheint die Station Essen Zollverein Nord (ehemals Essen Katernberg Süd) zu meinem Lieblingshalt zu werden.

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In Dortmund schwimmen

Die Hitze ist zurück gekehrt. Das freut mich und das schöne Wetter gibt es also nicht nur, wenn ich die Spätschicht habe, sondern auch am Wochenende danach.

Ich bin nach dem üblichen Einkaufen um 7.20 Uhr nach Dortmund gefahren. Nein, nicht mit der Eurobahn – die ist vorerst tabu, sondern mit Abellio, die bei mir derzeit sehr hohes Ansehen genießt. Nein nicht nur wegen gestern und vorgestern wegen der Eurobahn, sondern schon wesentlich länger.

Vorneweg: Ich bin nicht wegen dem Fahrpersonal sprich Zugbegleiter oder dem Triebwagenführer bei der Eurobahn sauer, sondern die Manager bei diesem Unternehmen, die diese Entscheidungen tragen. Das Fahrpersonal kann nichts dafür. Der kleine Angestellte muss immer die Entscheidungen der höheren Führungsebene ausbaden. Bis die Führungsebene reagiert können Monate wenn nicht gar Jahre vergehen.

Na ja ich bin jetzt mit dem RE 11 von Abellio von Essen HBF nach Dortmund HBF gefahren. Es war wieder etwas ungewohnt zum Essener HBF zu fahren, obwohl ich die Strecke ja kenne, so ist es ungewohnt.

Alle meine Touren in Dortmund beginnen mit einer östlichen Befahrung des Königswalls (und die anderen Wallnamen).

Ich bin dann die L684 die Hohe Straße Richtung Möllerbrücke gefahren. Es kommt immer wieder vor, aber das stört mich nicht, dass es Radfahrerkollegen gibt, die einen auf fette Hose machen müssen. Darunter sind auch Frauen, die mich überholen. Aber die meisten haben zwar einen fetten Sprint, stehen dann an der nächsten Ampel, wenn ich langsam und gemächlich von hinten denen nähere. Meistens brauche ich dann gar nicht vom Rad absteigen, weil die Lichtverkehrssignalanlage dann gerade auf Grün springt.

Die L684 unterquert dann die B1 an den Westfalenhallen und Remydamm. Hier gibt es immer noch einen Radweg. Ich bin den Schildern für die Autofahrer „Freibad“ gefolgt und der Straße „Am Sonnenblick“.

Dortmund Volksbad Eingang (hinter dem Auto)

Mein Ziel war das Freibad Volksbad direkt an der Signal Iduna Park von der ersten Fußballmannschaft von Borussia Dortmund (Herren). Da die Truppe in der ersten Bundesliga spielende Mannschaft am gestrigen Freitag Abend beim 1.FC Köln mit 3:1 gewann, war das Freibad geöffnet. Wenn die Fußballherren aktiv im Stadion sind, ist das Freibad geschlossen.

4 Euro kostet der Eintritt. Man braucht ein Schloss für die Schließfächer. Ich hatte auch eins dabei, welches aber zu dick war. Für das Freibad in Essen Kettwig sind die Ringe geradezu ideal.

Es ist ein wunderbares Freibad, ein großes Schwimmerbecken, ein Sprungturm und ein kleines Planschbecken. Das Wasser war herrlich kühl und es gab sehr viele Schwimmer. Man sieht es sonst sehr selten nur noch. Das Publikum ist sportlich. Das gefällt mir sehr.

Ich war nicht sehr lange, denn eigentlich war das Schwimmen gehen, nur so am Rande gedacht. Dass ich das zum Hauptziel machen würde, war nicht geplant.

Zurück bin ich noch einwenig durch die Dortmunder Innenstadt gegangen. Bei Notebooksbilliger.de habe ich mir noch für 20 Euro eine Schutzhülle aus Leder für mein Iphone XR gekauft.

Die Rückfahrt war etwas beschwerlicher, denn die S2 nach Essen Zollverein Nord hatte eine Verspätung von 5 Minuten.

Komme ich jetzt in das gesetzte Alter, wo mir selbst Fahrten mit der S-Bahn nicht mehr so lang vorkommen? Vor vielen Jahren fand ich die S-Bahn Fahrt von Dortmund nach Essen als zu lang – ich wollte nur den Regionalexpress. Jetzt ist mir das egal geworden.

Klar mit der S 6 würde ich auch heute nicht freiwillig von Essen HBF nach Köln Nippes fahren.

Ich bin doch viel müderer als gedacht. Die eine Woche sportlich nichts tun, war doch mehr körperlich rückbauend als gedacht.

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