Sehr gute Nachrichten am Montagmorgen

19. Oktober 2020 Aus Von elsenorweb

Ich habe heute Morgen mein Pflaster abgemacht und siehe da. Über die Stelle am offenen Bein hat sich eine Hautschicht gebildet. Damit ist die Stelle nun geschlossen. Ich war dann wieder ganz normal in der Dusche. Bislang habe ich das immer so gemacht, dass ich mich auf dem Badewannenrand gesetzt und das linke Bein, also da wo sich das offene Bein befindet ausgestreckt auf die Abflachung der Badewanne gestellt, damit die Wunde nicht nass wird von dem Wasser der Dusche. Nun konnte ich endlich mich wieder normal duschen.

Ich bin mehrmals mit meiner linken Hand über die Stelle des offenen Beins gegangen, aber alles ist geschlossen, wie es auf der rechten Seite auch ist. Wenn das sich so hält, werde ich hoffentlich Ende dieser Woche wieder schwimmen gehen.

Seit Mitte August war ich nicht mehr schwimmen. Das letzte Mal im Dümmer See, nördlich von Osnabrück. Seitdem war ich kein einziges Mal. Ich habe mir das erst selbst auferlegt.

Ich bin so erleichtert, denn neben den ganzen Sachen mit Corona und den neueren Regeln kam für mich noch diese Belastung hinzu. Es gibt einen neuen Schwung für meinen Wohnungswechsel in den Norden oder an irgendeine andere Stelle an der Küste. So ganz sicher bin ich mir nicht, ob es wirklich die Nordseeküste sein wird. Theoretisch könnte ich überall an jeder Küste wohnen, wo es so einigermaßen warm ist.

Heute streikt mal wieder die Ruhrbahn und morgen streiken pünktlich zu unserem Entleerungstag unserer Mülltonnen die Müllwerker wieder. Vielleicht sollte der Hausmüll in Zukunft von uns Bürger immer direkt zum Recyclinghof gebracht werden, dann sparen die Leute, die Fahrt bis zur Haustür. Außerdem spart dann die Firma auch Personal und der ÖPNV fährt am besten nur noch alle 4 Stunden. Da kann die Stadt so viel Geld einsparen.

Während es in anderen Städten im Ruhrgebiet zusätzliche Tage der Entleerung gibt, gibt das in Essen natürlich nicht. Der Essener Bürger soll ganz doof gehalten werden. Die Essener Stadtverwaltung ist so asozial wie keine andere Stadt auf diesem Planeten. Ja, sie hat ja dieses fantastisches Formular für den modernen Blockwart ins Netz gestellt, kann überhaupt keine Radwegerampen bauen (die neue Rampe für die Umweltspur muss, wieder abgebaut werden), es war in 2020 nicht möglich, das Online-Ticketsystem fürs Freibad zu installieren (viel zu kompliziert), aber alle anderen Städte (Bochum, Dortmund, Haltern am See, Bottrop etc..) um Essen herum konnten das. Dann gibt es noch Bürger, die das auch noch unterstützen, dass es kompliziert sei. Keine Ahnung, ob die sich nicht außerhalb von Essen informieren (können oder wollen).

Dann wollte man den Takt der Ruhrbahn von alle 10 Minuten Mo-Fr auf alle 15 Minuten erweitern oder man kam auf die scheinheilige Idee, alle Veranstaltungen ab Windstärke 3 abzusagen – viel zu gefährlich.

Die Peinlichkeiten, dass in einem neuem Hallenbad das Geländer schon anfing zu rosten oder man 1 Jahr für ein dämliches 100 Meter langes Rohr auszutauschen im Freibad Kettwig, wo man einen Sommer lang nicht im großen 50 Meter Becken schwimmen konnte.

Die Peinlichkeit auch nach 20 Jahren immer noch nicht zu wissen, wie man das Grugabad umbaut. Alle wissen, dass es marode ist, es werden von Jahr zu Jahr wahnsinnig tolle Grafiken veröffentlicht, aber passiert ist noch nichts. Viel ganz viel Schwafel und die Hände in den Schoß legen. Das kann man in Essen sehr gut.

Ich weiß, für die meisten Menschen ist das unbedeutend. Auch die Einschränkungen für die Coronaregeln werden befürwortet. Vielleicht gehen 99,9 % der Menschen nie schwimmen, fahren nie mit dem ÖPNV und wenn bei dem einem Mal etwas schiefläuft, ist ja nicht so schlimm. Darüber regt sich ja keiner auf. Auch über die ganzen Schlaglöcher regt sich keiner auf. Klar, sie fahren alle einen SUV; der fährt ja federleicht über die schwersten Schlaglöcher hinweg. Als Fahrradfahrer sieht man das schon anders. Aber die meisten fahren ja eh nur einmal in der Woche, wenn das Wetter schön ist, 25 Grad und natürlich im Sommer. Da ist das ja nicht so schlimm, wenn sie dann vor einer Ampel halt, so lange warten müssen, bis ein Autofahrer den Bodenkontakt auslöst. Dann stehen sie halt 20 Minuten. Im Alltag, wenn man vom Supermarkt kommt und es regnet, möchte ich nicht 20 Minuten mit dem Fahrrad warten. Aber sehen ja viele nicht, wenn sie im SUV sitzen und dann noch entspannt Radio hören.

Ja, auch vor 20 Jahren war die CDU mal an der Macht. Immer wenn die CDU den Oberbürgermeister gestellt hat, kann man davon ausgehen, dass sich im Stadtbild nichts tut. Wenn die SPD oben ist, dann tut sich was. Aktuelles Beispiel, was ich verfolge, ist Kiel. Die SPD stellt dort den OB und die Stadt erlebt Veränderungen, bei der CDU verfällt eine Stadt im Dornröschenschlaf. Aber da ja fast alle den Kufen (CDU) wieder gewählt haben, wird sich in Essen nie etwas ändern.

Der Wolfgang Reiniger (CDU) hatte beschlossen, das sehr beliebte Essener Hallenbad in Rüttenscheid zwischen Weihnachten und Silvester zu schließen. Es ist die einzige städtische Sporteinrichtung, die geöffnet ist. Herr Paß von der SPD hat das wieder rückgängig gemacht.

Ich habe weder von CDU noch von der SPD etwas, auf Bundesebene, aber im kommunalen Bereich ist die SPD besser – aus meiner Sicht. Nein, ich wähle weder die einen noch die anderen.

Mal schauen was die Woche so bringen wird. Heute aber auf jeden Fall wieder zur EBE, bevor sie morgen streiken werden.