Deutschland hat echt fertig / ein Land dass es hinter sich hat

28. November 2021 Aus Von elsenorweb

In Deutschland herrscht totales Politikversagen seit Jahren unter Angela Merkel. Deutschland konnte sich bei den vorherigen Krisen noch durchmogeln und auch bei den vorherigen Pandemiewellen von Corona.

Seit der ersten Welle wissen wir aber, Deutschland ist auf keinerlei Katastrophen vorbereitet. So eine Flutkatastrophe wie im Ahrtal erst recht. In Deutschland herrscht der totale Stillstand. In Deutschland arbeitet man nur so, dass den erreichten Status irgendwie hält, aber mehr auch nicht.

Der Stillstand kommt von den Menschen in Deutschland. Angst hat alle Bereiche erfasst und in tiefster Not wie in der 4. Welle will noch jeder mitreden, mitdiskutieren, jedes Wort wird fünfmal herunter gedreht. Einerseits sind die Menschen sehr obrigkeitshörig, aber andererseits lassen sie sich nichts gefallen und diskutieren fröhlich darauf los.

Ich sehe das ständig in den ganzen Talkshows, wenn Journalisten aller Farben eingeladen werden und besonders bei Frauen fällt mir das auf. Wenn Person A was sagt, dann sagt Frau B etwas anderes. Es kommt mir vor, ob eine Frau irgendwo ausgeht und bei allen ihren 50 Röcken sagt, dass sie entweder zu dick, zu dünn, zu bunt, nicht angemessen und etc.. was auszusetzen hat.

Aber auch Männer sind davon betroffen. Bestes Beispiel ist Herr Markus Söder, derzeitig amtierender Ministerpräsident von Bayern. Bayern ist einer der Bundesländer mit den höchsten Inzidenzwerte. Herr Söder macht nichts, außer jede Woche oder jeden Tag vor der Presse zu treten und sagen, wie problematisch die Lage ist und dass man jetzt handeln müsse.

Ich verstehe nicht, warum er nicht den Mumm hat, endlich zu handeln. Fehlt der Part wie im ersten Lockdown, wo es einen Überbietungswettkampf zwischen Herrn Söder und Herrn Laschet gab (bezüglich Kanzlerkandidatschaft)? Fehlt ihm das jetzt? Herr Söder wartet bis das restliche Land auch handelt, er will etwas einheitliches. Dabei wird erst 2023 das nächste Mal in Bayern gewählt. Er kann doch jetzt vorpreschen oder hat er Angst, als der größte Buhmann der Geschichte einzugehen? Glauben Sie mir, der Mann, der zwischen 1933 und 1945 in Deutschland regiert hat, den können Sie mit einem Lockdown für alle in Bayern nicht übertreffen. Seine Angst lähmt ihm. Wenn man Interviews anschaut bei Bild, Welt und sonst dann sieht man einen ängstlichen Markus Söder, der Angst hat, das Falsche zu sagen.

Generell scheint es in der deutschen Politik eine sehr große Ängstlichkeit zu geben. Ob noch amtierende Regierung oder die Ampelkoalition alle scheinen Angst zu haben und diese Angst lähmt sie.

Ich vermute, alle wollen einen Lockdown für alle, alle haben Angst vor der Bevölkerung, weil sie geimpft ist und dann könne man keinen bundeseinheitlichen Lockdown machen. Durch die Angst etwas Falsch zu machen, wird alles Falsch gemacht und weil man keinen anderen Weg findet, sucht man sich eine Lücke und die Lücke heißt, es den Ungeimpften das Leben zu schwer wie möglich zu machen. Das ist mit Sicherheit die letzte Lücke, die man noch hat. Wären alle geimpft und man hätte trotzdem über 50.000 Neuinfektionen pro Tag, dann würde die Politik in sehr schwere Bedrängnis kommen, auch die SPD, die ja in den letzten vier Jahren mitregiert hat.

Aber es gibt ja zum Glück eine neue Variante, die die Deutschland vielleicht die Rettung sein könnte, doch einen Lockdown zu ermöglichen. Ein kurzer Nachrichtenüberblick in Südafrika (Pretoria News, Sunday Times, IOL) zumindest bei den englischsprachigen Zeitungen hat ergeben. Von Panik ist keine Rede. Auch Zeitungen aus Marokko, Algerien wo ich immer wieder mal rein blicke, haben zwar eine Nachricht, aber das mit der Panikmache aus Deutschland überhaupt nicht vergleichbar.

In Marokko und auch in Algerien wurde vielmehr der russische Impfstoff von Sputnik V verwendet. In Deutschland wird er schmäht, wahrscheinlich weil er aus Russland kommt und da kommt ja nur das Böse.

Außer in Australien ist Corona in den meisten anderen Staaten kaum noch ein Thema. Es wird mal erwähnt, aber nicht in dieser hysterischen Dauerpanikschleife wie in Deutschland. Ich lese oft Onlinezeitungen aus den VAE (ich weiß, pfui deiwel – nur reiche Leute muss in Deutschland ablehnen), Israel, Jordanien, Marokko, Algerien, Spanien, ein wenig Frankreich, Argentinen, Costa Rica und ein wenig Chile und auch nicht jeden Tag. Ich mache das aber schon seit einigen Jahren. Es hat doch Vorteile, Englisch, Französisch, Spanisch und Niederländisch lesen zu können und zu verstehen.

Es beruhigt mich, dass die deutsche Hektik nicht überall auf diesem Planeten stattfindet.

Ich habe mir gestern die deutsche Geschichte angeschaut (bei Mr Wissen to go) und ich finde erstaunliches heraus. Der Deutsche ist ein Wesen, das von einer Unterdrückung von um von 1815 bis 1848 durchmacht, dann sich mal Luft macht, um dann wieder ein Jahr später das ähnliche Schicksal zu ergehen bis zur Kaiserreichsgründung 1871, was auch nicht lange hält bis zum ersten Weltkrieg, dann bis Hitler und jetzt in Coronazeiten passiert es praktisch wieder.

Der Deutsche ist nie wirklich frei gewesen, wie ich schon einmal geschrieben habe. Der Deutsche möchte auch nicht wirklich frei sein.

Wenn der Deutsche wirklich frei sein will, muss er auf die Straße und nicht nur so vergleichsweiser kleiner Haufen wie die so genannten Querdenker, sondern richtig. 1848 hat er schon einmal mit seinen Landesfürsten gemacht. Die Franzosen, Italiener, Spanier, Belgier, Niederländer(?) gehen regelmäßig aus deutsche Sicht für Nichtigkeiten zu hunderttausende oder mehr auf die Straße blockieren den Nahverkehr, die Müllabfuhr für Wochen.

Statt der Deutsche demonstriert, sitzt er in Talkshows und dreht jedes Wort fünfmal um, die Politik schwurbelt umher, will sich nicht festlegen.

Wenn niemand einen Lockdown haben möchte, dann muss das erst einmal bis zum Frühjahr gelten. Die FDP ist anscheinend wieder umgekippt. Die FDP schließt einen Lockdown für alle auch nicht mehr aus.

Aber bis alle reagieren, vergehen wieder Wochen. Bis dahin wird man von neuen Höchstständen, tausende (eigentlich) sinnlosen Interviews, die Talkshows müssen ja auch gefüllt werden (Quoten), ständigen Nachrichten wegen den Intensivstationen und der ständige Forderung die Bund-Länderrunden statt am 09.12. wieder vorzuziehen. Herr Karl Lauterbach wird uns ständig in den Ohren hängen, bis wir ihn wirklich nicht mehr hören können/wollen.

Aber der Deutsche ist langatmig. Schon damals 1815 mit der Gründung der Burschenschaften und der gewollten Auflösung durch den Fürsten, hat es bis 1848 gedauert bis die Revolution ausgelöst worden ist. Auch schon damals war der Deutsche sehr leidensfähig und das hat sich bis heute bewahrt. Ist das die deutsche Gemütlichkeit oder mit was zu tun?

Oder hatten wir als Deutsche oder Germanen in der Römerzeit oder davor kaum richtige Feinde? Wenn die Spanier oder ähnliche Seevölker von außen angegriffen wurden, hatten die auch keine 20 oder 30 Jahre Zeit sich etwas zu überlegen. Sie handelten sofort. Wahrscheinlich ist das bis heute im Blut, in den Genen dieser Völker sofort auf die Straße zu gehen und nicht erst irgendwann bis es wirklich nicht mehr geht und selbst das wird noch sehr lange hinaus gezögert.

Der Deutsche sucht sich lieber Sündenböcke aus, nörgelt vor sich hin und nie wirklich zufrieden. Vielleicht aus diesem Grund diskutiert er auch so „gerne“.