Jahresrückblick 2019 und Vorausblick auf die nächsten 10 Jahre

31. Dezember 2019 Aus Von elsenorweb

Auch in diesem Jahr blicke ich zurück und stelle fest, es war ein wie immer ein gemischtes Jahr.

Zuerst in Sachen Liebe hat sich nichts getan. Das ist ja für viele sehr wichtig. Ob ich mich schwer tue? Ich weiß es nicht. Mit 41 Jahren weiß ich, wer mir gut tut und wer nicht und ich weiß auch, wer nur Spielchen spielt und wer nicht.

Den Bekanntschaften, die ich versuchte zu schließen, also von weiblicher Seite, waren immer einseitig. Einseitig von mir und wenn es nur einseitig ist, dann kann man es vergessen.

Ich sehe es auch nicht als Missstand an, dass ich nach 17 Jahren immer noch Single bin. Ich weiß; es sagen alle ich sei so nett und hilfsbereit. Das ehrt mich; das fand noch keine Frau so interessant. Die Kommunikationsabbrüche finden immer bei Themen wie Sprachen statt (dabei spreche keine dieser Sprachen auf Niveau verhandlungssicher) oder Verkehrsmittelwahl. Einen reinen Fahrradfahrenden Mann, der kein Auto mehr hat, ist trotz Klimadebatte, immer noch eher ablehnend zu werten als umgekehrt. Beim Thema Fahrrad denken zu 100% der Menschen, dass das Fahrrad ein Sportgerät sei, welches man für seinen Fitnessfaktor benutzt, also um die täglichen 60 km abzusolvieren. Das sei klasse, aber mit dem Fahrrad zum Zahnarzt zu fahren, zur Arbeit oder zum Schwimmen; das ist immer noch unbedeutend und nicht attraktiv genug. Das ist sowas ich mitbekomme, weil danach immer ein Kontaktabbruch eintritt. Persönlich finde ich es wichtiger jeden Tag einbißchen zu fahren, um das angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Es gibt in sehr vielen deutschen Köpfen immer noch das Denkverbot, auch im Regen, in der dunklen Jahreszeit, wenn es ungemütlich ist, so wie heute, Nieselregen, 4 Grad, grau in grau, täglich mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Das scheint immer noch ein Tabu, ein gesellschaftliches Tabu. Der moderne deutsche Mensch fährt immer noch Auto (da ist es trocken, man kann die Heizung aufdrehen und muss sich nicht so viel bewegen).

Das hat sich trotz Klimadebatte, die mich auch sehr nervt, nicht geändert. Ich fahre wegen mir persönlich mit dem Rad, also wegen gesundheitlichen Aspekten zu 90% Fahrrad und 7 % ist die Kostenersparnis und 2 % die Bequemlichkeit und 1 % dem Umweltfaktor.

Jobmäßig hat sich 2019 nichts getan. Ich bin immer noch im IT Callcenter tätig. 2020 brechen die letzten 9 Monate an.

Urlaubstechnisch war ich ja wieder in Rostock mit dem Zug und meinem Fahrrad. Nachdem ich ja 2018 das erste Mal in Rostock war, war ich 2019 auch wieder da, wieder in der gleichen Unterkunft. Diesmal war ich bedeutend mehr im Meer schwimmen. Urlaub am Meer muss sein. Es war auch sehr warm. Im Sommer muss es warm sein, sonst ist es kein Sommer. Aber so trocken wie unsere Medien es geschrieben haben, war es in diesem Sommer nicht. Klar, es gab keine 8 wöchige Regenfälle, was sich ja alle Metrologen wünschen im Sommer.

In diesem Jahr hat sich das Schwimmshirt (ich habe eins mit kürzeren Armen gekauft) und einer langen Schwimmhose bewährt. Ich creme mich ja nicht ein. Das ist immer noch ein Denken, als ich meine Akne hatte, denn in den Cremes sind Inhaltsstoffe, die die Akne fördern. Klar, es gibt auch Sonnencremes, die diese Inhaltsstoffe nicht haben, aber wahrscheinlich immer noch selten. Keine Ahnung; ich habe mich nicht mehr näher damit befasst.

Also Rostock und nahe Umgebung (ich war auch einen Tag in Stralsund) sind schon sehr klasse. Ob ich da hin ziehen würde? Wenn es einen guten Job gibt, dann ja. Gut im Sinne jetzt; eine Tätigkeit, die mir größeren Spaß bereiten würde, als in einem Callcenter 8 Stunden auf den Pobacken zu sitzen.

Nur weil ich jetzt mal drei Jahre im Callcenter gearbeitet habe, bedeutet das nicht, dass ich nun lebenslang Freude daran gefunden habe. Aber das aus den Köpfen von möglichen neuen Personalern zu bringen, wird sehr schwer sein.

IT-technisch hat sich etwas verändert. Ich habe mein erstes eigenes Smartphone. Ich habe ein Iphone mit einem Vertrag bei Vodaphone. Das Google Pixel Smartphone kam noch in die engere Auswahl, aber letztendes wurde es ein Apple Gerät.

Ansonsten habe ich immer noch Linux zu Hause installiert, immer noch Fedora auf dem einen Rechner hier im Wohnzimmer und Debian auf dem Rechner im Schlafzimmer. Aber ich gehe immer mehr dazu her, mit dem Tablet abends meine Filme von Youtube zu schauen.

Wenn sich der Trend so weiter entwickelt, dann könnte man diesen PC als Server benutzen, denn ich möchte vom Vertrag mit meinem Provider weg, denn der Reiz eines eigenen Servers ist hoch. Außerdem kann dann für diesen Blog hier viel mehr Bilder einsetzen. 42 Euro zahle ich alle 6 Monate inzwischen. Ich glaube, wenn man die Stromkosten eines eigenen Servers einberechnet, könnte es einen ähnlichen Betrag geben, mit mehr Speicherkapazität.

Mich hat es sehr erfreut, dass es wieder mehr Raketenstarts in 2019 gab. Mehr Raketenstarts, die auch wieder hoffentlich bald den Menschen ins All bringen. Klar die Sojuz Raketen fliegen, aber langsam sind die Raketen auch nicht mehr so klasse. Natürlich hoffe ich auf eine erneute Mondlandung, eine Mondbasis und hoffentlich Ende der 2020er Jahre auf den Marsflug? Oder erst dann im nächsten Jahrzehnt. Aber ich möchte das noch unbedingt miterleben, wie der erste Mensch auf dem Mars seinen Fußabdruck hinterlässt. Ok, der wird bald weggeweht werden, weil der Mars hat halt eine Atmosphäre mit Winden.

Es wird auch die ersten Hyperloopstrecken geben (nein, in Deutschland natürlich nicht – dazu sind die Deutschen viel zu fortschrittsfeindlich eingestellt – unsere deutschen Medien werden alles in ihrer Macht stehende machen, damit die Deutschen mehrheitlich dieses Verkehrsmittel ablehnen werden).

Bis der Hyperloop das Flugzeug verdrängen wird, wird es noch sehr lange dauern.

Die Eisenbahn wird es noch geben, denn schließlich sind 10 Jahre (Planungs-, Bauzeit) in Deutschland nur ein Wimpernschlag. Also andere Länder hätten schon drei Hyperloop-Verbindungen, ehe die Deutschen gerade anfangen könnten, darüber nachzudenken.

Flugtaxis wird es in den USA geben, aber nicht in Deutschland. Das liegt auch daran, dass auch von jungen Politikergeneration egal welcher Partei, es dort keinen erkennbaren gibt, der solchen Fortschritt an Technik bislang öffentlich begrüßt hat. Zwar hat Dorothea Bär (auch 41) die Flugtaxis genannt, aber ich halte es leider nur für Wahlkampfgetöse.

Ich bin gespannt. Im Frühjahr kommen die alljährlichen Klagen über die Zeitverschiebung Richtung Sommerzeit, dann im nächsten Winter wieder über die Silvesterknallerei, im Sommer wenn es mal an zwei Tagen 35 Grad sind, ist es der Klimawandel und wenn die Smartmeter eingeführt werden, werden die fortschrittsfeindlichen Bürger, die am liebsten zurück zur Steinzeit wollen, wieder aufschreien.

Man darf gespannt sein.