Schneefall in Essen direkt am ersten Arbeitstag im neuen Jahr

2. Januar 2017 Aus Von elsenorweb

Der erste Schneefall in Essen hat mich zum Ausweichen mit dem ÖPNV, um zur Arbeit zu gelangen, bewegt. Ich wollte das sowieso mal austesten und heute morgen war ein guter Zeitpunkt.

Schnee im Hangetal

Schnee im Hangetal

So sah das um 6.45 Uhr aus, als ich das Garagenhaus verließ. Die Straße hat ca. 10 % Steigung und erübrigen sich alle Diskussionen, ob man mit dem Auto fährt oder nicht. Die Hauptverkehrsstraßen waren alle frei, aber ich muss halt dieses Stück rauf fahren und das mache ich dann nicht.

Ich bin mit der Linie 107 zum Essener Hauptbahnhof gefahren. Leider kam ich erst nur bis Rathaus (in Essen ist das eine unterirdische Station, die als Vorläuferbahnhof für eine geplante U-Bahnlinie gebaut wurde), weil eine Störung die Weiterfahrt vom Rathaus zum Hauptbahnhof die Straßenbahn nicht weiterfahren ließ. Ursprünglich hieß es vom Fahrer, der Wagen würde nur bis Hollestraße fahren, damit man von da aus mit dem Bus zum HBF fahren könne. Aber sekundenspäter kam die Entwarnung. Trotzdem stand der Wagen noch ca. 10 Minuten am Rathaus.

Um 7.20 Uhr bin ich dann am HBF angekommen (auch unterirdisch gelegen) und bin mit dem RE6 um 7.39 Uhr (fünf Minuten Verspätung) zum Flughafenbahnhof des Düsseldorfer Flughafens gefahren. Hier kann man in die örtliche Busse der Rheinbahn umsteigen oder mit dem Skytrain zum Terminal fahren.

Den RE6 hat man seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 bis zum Köln/Bonner Flughafen verlängert. Diese lange Linie von Minden ist nur der Vorläufer für den neuen Rhein-Ruhr-Express. Man kann sagen, das heutige Liniennetz in NRW entspricht weitestgehend das künftige Liniennetz des RXX.

Da ich um 8.00 Uhr sehr früh da war, habe ich mir noch das Apron (das Vorfeld) vom Düsseldorfer Flughafen (EDDL) angeschaut. Das kann man gut vom Flughafenbahnhof machen, der aus Glasscheiben größtenteils besteht. Hier habe ich endlich auch mal gesehen, wo in EDDL enteist wird. Flugzeuge werden im Winter. Die Enteisungsflüssigkeiten nach ISO/SAE Typ II, III und IV bestehen aus 50 % Glykol und 49 % Wasser (lt. Wikipedia), welche eine bestimmte Wirkungsdauer haben. Daher werden Stationen auch meist direkt an der Startbahn aufgestellt, um die Zeit so kurz wie möglich zu halten. Die Enteisung wird aber nur nach Anordnung des Kapitäns vorgenommen.

Heute morgen habe ich eine Boeing 737-800 der Sun-Express (ein Jointventure von Lufthansa und Turkish Airlines) und einen Airbus A320 von Eurowings und A319 von Germanwings gesehen.

Vom Flughafenbahnhof bis zur Arbeit läuft man noch ca. 10 Minuten, oder man kann auch mit dem Bus fahren, wozu ich allerdings zu faul bin, zu warten. Für mich sind das wirklich nur einige Schritte.

Der Rückweg war derselbe, wo ich die Fahrkarte erst am Flughafenbahnhof gekauft habe, weil ich mir noch einige Starts und Landungen anschauen wollte. Gesehen habe ich eine EMB 190 der französischen Fluglinie Hop! (die Airline schreibt sich so), einen Airbus A320 von Air Berlin, einen A319 von Germanwings und eine Dash400 von Air Berlin. Auf dem Bahnsteig habe ich um 14.30 Uhr noch vorbeihuschend eine Boeing 787 von ANA gesehen. Die landete gerade als der RE1 (pünktlich!!!!) aus Aachen einfuhr.

Schließlich kam ich ohne Probleme um 14.50 Uhr in Essen HBF an. Der Schnee war inzwischen geschmolzen und selbst der Hangetal war bis auf das letzte Stück bis zur Garage ziemlich frei.