Tag 10 noch einmal A Coruña

13. Juli 2022 Aus Von elsenorweb

Ja, die Stadt ist groß, auch wenn mein Vermieter meinte, es wäre kleine Stadt. Ich bin mit dem Bus der Linie 7 von der Haltestelle Vila de Negreira, 9 zum Endpunkt bei Monte Alto zur Haltestelle Av.Hércules, Mercado gefahren. Es ist die Endhaltestelle der Linie 7, Fahrzeit ungefähr 20 bis 25 Minuten. Das ist schnell, wenn man bedenkt, dass die Busse zum Teil durch kleine Straßen fahren.

Praia de San Amaro und dahinter das Club Freibad

In Monte Alto gibt es eine Halbinsel mit kleinen Badebuchten und dem Hércules Leuchtturm der alten Römer. Natürlich existiert auch ein Wanderpfad um diese Halbinsel herum. Zuerst bin ich allerdings in Richtung Clubo de Mar gegangen. Das ist ein Sportclub mit einem richtigen Freibad. Also ein Freibad mit Chlor drin. In Google Maps gibt es erstaunlicherweise keinen Eintrag. Hier existiert auch ein kleiner Sandstrand, Praia de San Amaro mit einer kleinen Aussichtsplattform wo es eine Sitzbank gibt (im Schatten). Hier konnte ich einige Froschmänner beobachten, die wie Enten auch mal unter Wasser was sich anschauten. Alle diese Leute, wenn sie ins Wasser gehen, ziehen aus Sicherheitsgründen immer so ein leicht schwimmendes Boot mit sich herum, damit sie im Notfall gefunden werden.

Weiter nordöstlicher gibt es noch eine kleine Badebucht Praia de Durmideiras. Sie ist auch eine offizielle Badebucht, also nichts inoffizielles oder so. Danach wandert man ohne Bäume an der Küste entlang und kann gut die Wellen beobachten wie sie an die Felsen zerbrechen. Es wäre mal interessant zu wissen, bis wann sie sich durch die Felsen gegraben würden, bis zu meiner Position auf dem Wanderweg kämen, wenn der Mensch nicht aktiv eingreifen würde, dies zu verhindern. Der Weg ist nicht ebenerdig. Er hat schon eine gewisse Steigung oder ein gewisses Gefälle.

Die Felsen im Norden von A Coruña

Dann kam es wie es kommen musste, ich musste doch mehr als gewollt. Wie gesagt, kein Strauch, viele Menschen und natürlich keine Toilette. In den Hércules Turm bin ich nicht gegangen. Es strömten eh so viele dahin, also muss es für mich nicht interessant sein.

Ich konnte mich schwach an meiner ersten Tour in dieser Umgebung am zweiten Tag erinnern. Gab es hier eine Toilette an einer Bude? Und da war sie tatsächlich. Kurz vorne an der Theke Bescheid gegeben und ich konnte kostenlos auf die Toilette. Große Erleichterung.

Also weiter im Text oder an der Erforschung. Ich wollte noch einmal zum Monte Alto, also diesem Stadtteil von A Coruña. Was danach passierte, kann ich mir nicht mehr erklären.

Mir wurde leicht schwindelig, musste etliche Pausen einlegen. Ich habe dann den Wasservorrat im Supermarkt von Mercadona welches sich in der Rúa Panaderas in einer tieferliegenden Etage befindet aufgefüllt. Also man fährt mit einer Rolltreppe ins Untergeschoss und kann dort einkaufen. Neben Wasser habe ich mir auch etwas Süßes zum Naschen eingekauft. Die Schokoladen Magdalena ist natürlich reichlich geschmolzen in der Sonne, aber bekleckert habe ich mich nicht. Das ist ja schon einmal ein Fortschritt.

Springbrunnen in den Gärten Méndez Núñez am Rand der Innenstadt

Aber besser wurde es mir nicht. Ich wollte nicht den Berg hinauf zur Unterkunft, sondern mit dem Bus fahren. Ziel war die Haltestelle Enrique Hervada, 4, wo die Linie 12 mich hinauf bringen sollte. An der Haltestelle bemerkte ich, dass ich die einzige Maske, die ich auf der Hinfahrt noch trug, verloren hatte. Ohne Maske keine Busfahrt heutzutage. Die muss bei einer Aktion mit dem Handy, wo die Maske auch hineinpacke mit heraus gefallen sein und ich habe es nicht bemerkt. Also in den nächsten Supermarkt und die Hygieneabteilung rauf und runter abgesucht. Keine Maske gefunden. Als ich jemanden fragen wollte, fand ich sie doch. Die Masken wurden dort in der Wein/Sekt-Abteilung verkauft. Also wer kommt denn auf diese Idee? Oder bin ich zu blöd die Logik zu erkennen von einer FFP2-Maske und der Weinabteilung? Wahrscheinlich war wo anders kein Platz mehr. Also 2,50 Euro für fünf Stück ausgegeben, die Packung in der sicheren Innentasche gesteckt und nicht in die Außentasche, wo sich das Handy immer befindet. Dann mit dem nächsten Bus der Linie 12 gefahren. Die Linie fährt am Samstag nur alle 30 Minuten und mein Glück bestand darin, dass ich doch nur 2 Minuten brauchte bis der nächste käme. Es waren nur zwar nur einige Haltestellen, aber die haben mir schon geholfen.

Erst am späten Abend und jeder Menge Flüssigkeit im Körper ging es mir wieder besser. Habe ich so wenig getrunken? Nein, eigentlich nicht oder hing das mit dem Toilettengang zusammen, so dass ich da unbewusst die letzte Flüssigkeit aus dem Körper gedrückt habe?