Was für eine Aktion

23. Mai 2020 Aus Von elsenorweb

Ich war heute bei Declathon hier in Essen. Erst einmal am Eingang den berühmten Korb nehmen, die Hände wie auch immer desinfizieren und dann rein in den Laden.

Ich hatte dann ein Teil gefunden, welches ich auch gekauft hatte. Aber das möchte man ja erst einmal anprobieren. Der große Korb mit rein in die Umkleidekabine und dann umziehen. Ich habe in der Umkleidekabine die Maske abgenommen. Ich bin für diese Kabine schon in normalen Zeiten zu groß und nun stand dieser großer Einkaufskorb auch noch drin. Natürlich habe ich die Maske beim Verlassen der Kabine wieder aufgenommen.

Ich habe mir eine Sporthose für 24 Euro gekauft. Ja, ich habe noch ältere Hosen, aber die eine wies jetzt ein Loch auf (nach rund 2 oder 3 Jahren) und bei der anderen (auch drei Jahre alt) da geht ein Fleck nicht raus. Es wurde also mal wieder Zeit. Dann mit Karte bezahlt und war schon fast draußen. Es ertönte ein Sicherheitssignal. Die Mitarbeiterin lief hinter mir her. Hier in Essen muss man eine Treppe nach oben gehen, um ins Geschäft zu gehen und abwärts führt eine Rolltreppe. Die Mitarbeiterin, die unten am Eingang stand, hat der Mitarbeiterin vom Geschäft, die Hose überreicht, die dann noch oben gegangen ist, dann irgendwo das Etikett abgelegt hatte.

Keine Ahnung wo da eins war. Ich hätte zum Servicepoint laufen sollen, aber der Automat wo ich bezahlte, zeigte das nicht an.

Auf jeden Fall legte dann die Mitarbeiterin die Hose nun auf die Rolltreppe, die nun abwärts zu mir fuhr.

Dann hat man die verfluchte Maske auf und will eigentlich nur raus aus dem Laden. Am Rücken ist der Rucksack, in der einen Hand die Fahrradtasche.

Alles megaumständlich. Überall Hinweise wegen Abstand halten. Früher wäre ich noch einmal durch die Laden gelaufen, um zu schauen, ob nicht noch was für da wäre, aber mit der Maske, wo ich immer noch schlecht atmen kann, macht man das nicht mehr. Zumindest ich nicht. Ich bin immer sehr froh, endlich aus dem Geschäft, aus dem Einkaufszentrum raus zu sein und endlich die Maske abzunehmen, endlich wieder Luft zu atmen.

Wenn ich wieder im Büro müsste und dann 8 Stunden die Maske im Helpdesk tragen müsste, ich glaube, ich würde es verweigern und dann weiterhin von zu Hause arbeiten. 10 oder 15 Minuten im Geschäft ist noch erträglich. Da sind die Tage aber unterschiedlich. An manchen macht mir das nichts aus, an manchen schon.

Gestern Abend bei +26 Grad, schwülwarmer Luft war mir der kurze Einkauf im Supermarkt schon beschwerlich. Mir tun echt die ganzen Menschen leid, die das tragen müssen, weil sie in unmittelbare Nähe mit Kunden arbeiten müssen. Im Helpdesk kann man von zu Hause arbeiten. Das ist kein Problem für mich.

Einen Kompressionsstrumpf bei +30 Grad zu tragen ist auch beschwerlich – manchmal, aber er behindert mich meine Atmung. Die Maske ist eine Zumutung, für mich.

Ich will mir gar nicht ausmalen, wenn so manche Bahngesellschaften im Hochsommer, statt mit einer Doppeltraktion nur mit einem Triebwagen fahren, weil der andere Teil kaputt ist. In Nicht-Corona Zeiten ist das schon nicht einfach, wenn die Menschen dichtgedrängt im Zug stehen, aber mit Maske, sommerliche Hitze, alle schwitzen, im Zug ist es heiß, die Klimaanlage schafft das nicht mehr auszugleichen.

Ich sehe schon die Schlagzeilen vor mir, wenn die Klimaanlagen im ICE und IC schlapp machen. Sitzen die Leute dann wegen der Coronapandamie dann schweißdurchtränkt im heißen Waggonteil, weil man nicht in den anderen Wagen umsteigen kann, weil man sonst den Abstand nicht eingehalten werden kann? Das werden noch „lustige“ Zeiten. Fallen dann die Leute in die Bewusstlosigkeit? Trinken darf man nichts, weil man die Maske tragen muss?

Der grüne Plan, den ÖPNV zu stärken wird, in diesem Sommer auf eine sehr harte Probe gestellt. Ich würde mich auch nicht wundern, wenn dann viele wieder aufs Auto umsteigen.

Ich war noch kurz im Zeitschriftenhandel im Essener HBF und dann noch bei REWE an der Stoppenberger Straße.

Ich bin heute wieder normal. Gestern hatte ich noch die Auswirkungen von meiner 45 km Fahrt gespürt. Wie ich die 8 Stunden Helpdesk überstanden hatte, weiß ich nicht.

Witzigerweise hatte ich mir auch noch einen leichten Sonnenbrand am Oberarm geholt, auf beiden Seiten und zwar nur auf der Fläche nahe des Handgelenks. Ich finde das witzig, weil diese Fläche doch schon im März von der Sonne beschien wurde.

Von den Regenschauern sehe ich bislang noch nichts. Gestern Nachmittag kurz vor Feierabend kamen mal einige herunter.