Bundestagswahl 2017

Gestern hat es also kräftig gerummst in Deutschland, politisch gesehen.

Das vorläufige Endergebnis ist:

  • CDU/CSU 33,0 %
  • SPD 20,5 %
  • AfD 12,6 %
  • Linke 9,2 %
  • Grüne 8,9 %
  • FDP 10,7 %
  • Piraten 0,4 %

Traditionsgemäß schaue ich mir allerdings immer die Wahlsendungen an, zwar nicht von allen Landtagswahlen, aber von den wichtigen halt und von der Europa- und Bundestagswahl. Ich beginne meist so um 17.45 Uhr und schalte meist so gegen 21 Uhr bzw. bei der Bundestagswahl nach der Berliner- (sorry, natürlich Elefanten-)runde.

Ein Arbeitskollege meinte, die Elefantenrunde wäre eine Satiresendung. Streng genommen war das gestern auch Unterhaltung aller feinster Art. Es ist schade, dass sich die Spitzenpolitiker außerhalb des Bundestages nur alle vier Jahre so etwas gönnen. Für mich als Zuschauer ist das meistens der heitere Augenblick des Wahlabends.

12 Jahre nach Schröders vehementen Dagegenstellung der Realitäten, trat gestern ein Martin Schulz (SPD) fast ähnlich auf. Medienvertreter schrieben, etwas von Peinlichkeiten oder außer Kontrolle geratene Politiker. Aber so etwas ist halt in selten im deutschen Fernsehen. Nicht nur die Politiker haben sich gegenseitig etwas vorgeworfen, sondern auch die Öffentlich-Rechtlichen kamen in dieser Runde nicht gut weg. Sie wurden von fast allen Parteien angegriffen.

Vielleicht ist der deutsche Journalismus, wie soll ich sagen, schon von den Politikern auch so vereinnahmt, dass sie so etwas gestern in der Elefantenrunde etwas vollkommen überraschendes war. Klar kommen wieder die Vergleiche mit Herbert Wehner und Franz-Josef Strauß hoch, aber die Zeit habe ich nicht miterlebt.

Ich habe keine Angst vor AfD. Sie hat jetzt zwar 12,6 % geholt und man redet auf sie ein, aber ich darf daran erinnern, als die Linke erstmals in den Bundestag ankamen, waren die auch sofort Zielscheibe der Kritik von den langjährigen Parteien. Die AfD wird wohl langfristig auch zwischen 5 und 10 % herum geistern. Ich glaube nicht, dass sie mal zweitstärkste Kraft wird. Auch die AfD wird jetzt auf den Boden der Tatsachen kommen und erfahren, wie hart der wahre politische Alltag sein wird. Wenn das langfristige Konzept fehlt, wird man jetzigen Wahlerfolg nicht mehr viel Bedeutung gewinnen. Über die Grünen, die Linke und kurz die Piraten hat man die Name gerümpft,

Spannend würde die Jamaika-Koalition werden, vorallem wegen der FDP und den Grünen. Klar, gibt es gemeinsame Punkte, aber reichen die für die vier Jahre? Man darf gespannt sein.

Spannend werden die zukünftigen Bundestagdebatten, wenn es um das Eingemachte geht. Zum Glück veröffentlicht der Bundestag diese auf seinen Webseiten und man kann sich die Übertragungen auch in kompletter Länger downloaden. In der Vergangenheit habe ich das des öfteren gemacht. Nichts ist meistens erheitertes als eine gute Bundestagdebatte wo es drunter und drüber geht. Politik ist nicht langweilig. Jubel, Trubel, Heiterkeit kann langweilig sein. Das werden die ersten in dieser Legislaturperiode garantiert nicht sein.

Interessant wird es werden, wenn unvorhersehbare Ereignisse, eine zweite Kölner Silvesternacht oder ein neuer Terroranschlag passieren. Man darf gespannt sein.

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Bin nicht weit gekommen

Meinen ersten Platten habe ich mit dem neuem Rad. Nachdem ich heute morgen zum Wählen für die diesjährige Bundestagwahl war, wollte ich erst eigentlich gar nicht so recht wegen Müdigkeit unterwegs sein, aber dann habe ich mich doch aufgerafft und bin wieder in Richtung Wattenscheid gefahren.

Über die Brücke der B227 auf der Kray-Wanner Bahn in Bochum-Leithe wollte ich abbiegen und hörte ein komisches Geräusch am Vorderreifen, was sonst nicht der Fall ist. Ich bin abgestiegen und habe den Reifen kontrolliert und tatsächlich, Luft war dort geringer als im Hinterrad. Das Hinterrad ist immer noch voll aufgepumpt. Es muss irgendwo auf der Kray-Wanner Bahn passiert sein, dass ich in etwas hineingefahren bin.

Nein Glasscherben können das nicht gewesen sein, auf so etwas achte ich immer. Es muss wohl ein Dorn oder irgendwas anderes sein, was mir nicht aufgefallen ist. Etwas was dem Fahrbahnbelag sehr ähnlich sah. Ich habe das Rad an einer ruhigeren Stelle, in einer Abfahrt überprüft, weil es war heute im Gegensatz zu gestern auf der Bahn. Ich habe auf Anhieb nichts gefunden, was auf etwas spitzes hindeutet. Mittlerweile wurde der Reifen immer platter und ich habe das Rad zirka eine Stunde lang geschoben – nach Hause. Ich hatte gedacht, dass ich Flickzeug in einer meiner Taschen gepackt hatte, aber ich fand nichts.

Und zum Glück ist es „nur“ das Vorderrad. In meiner Kindheit und auch die Zeit danach war es immer partout das Hinterrad. Ich hatte immer den kompletten Schlauch ausgewechselt. Zwar schaffe ich das Rad zu flicken, aber ich sehe das immer nur als Übergangszeit an, bis der neue Schlauch drin ist. Den Schlauch muss ich mir noch morgen kaufen. Leider habe ich keinen auf Lager. Ich muss mir da mal etwas auf Lager kaufen. Morgen sowieso, aber auch generell.

Ich habe mir gerade die LJ Sport Polar Fleece Radfahren Hose winddicht und wasserdicht (eine lange, normale Hose, keine Tight), eine 3/4 schwarz-grau-weiß Tight und eine Fahrradklingel mit eingebauten Kompass bei Amazon bestellt.

Auch wenn ich das bislang noch nicht erwähnt habe, aber das ständige Fahrradfahren hat bei mir eine stetige Gesundheitsverbesserung eingebracht. Ich habe wirklich fast jahrelang morgens immer gehustet, manchmal auch tagsüber danach. Ich war auch deswegen beim Arzt und der hatte nichts festgestellt. Jetzt wo ich jeden Tag fahre, da ist der Husten morgens komplett weg und auch tagsüber habe ich nichts. Leider schramme ich fast jedes Mal mit den Pedalen an meine Unterbeine, weil ich nicht richtig aufpasse. Ich hole mir da immer wieder neue Wunden.

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Zum Bochumer Ruhrpark mit dem Fahrrad

Mit dem Auto war ich schon sehr oft im Ruhrpark. Nun auch das erste Mal mit dem Fahrrad. Eigentlich wollte ich nur bis Bochum Mitte fahren, aber irgendwie packte mich wieder der Ehrgeiz und ich mit dem Rad doch weiter bis zum Ruhrpark gefahren.

Um ca. 9.45 Uhr bin ich von hier losgefahren, den fast üblichen Weg. An der Bonifaciusstraße bin ich diesmal nicht abgebogen, sondern bin die Langemarckstraße geradeaus bis zur Kreuzung Portendieckstraße/Matthias-Erzberger Straße gefahren. Hier auf die Portendieckstraße bis zum Radweg, der als Verbindungsbahn zur Kray-Wanner Strecke dient. Die Kray-Wanner Bahn, eine Heimatverbindung für mich schon, bin ich zur Halde Rheinelbe gefahren, hier abgebogen zum Lohrheidestadion (der SG Wattenscheid 09, Spötter sagen auch „Watt ein Scheiß“). Man sieht auf dem anderen Weg von der Lohrheidestraße bis zur Lyrenstraße (wo die Linie 302 fährt) auch noch leider verrottenden Förderturm der Zeche Holland, über die L633 (Marien- und Voedestraße) und der K21 (Hansastraße) kam mein Rad wieder an der Darpestraße (auch noch L633) aus.

Für die Überquerung der Hansastraße Richtung Darpestraße sollte man am besten ein Pausenbrot, eine volle Kanne Kaffee oder Kakao mitbringen und sich richtig gemütlich machen. Die Ampelphase dauert bestimmt fünf Minuten oder länger. Da die Darpestraße Richtung Erzbahntrasse auch nur einen Bürgersteig hat, muss man hier auch warten, aber hier muss man sich mit der Gemütlichkeit etwas beeilen. Hier geht es um zwei Minuten schneller.

Bis der RS1 weitestgehend parallel von/nach Bochum verläuft, werden noch etliche Bundestagswahlen vergehen (vielleicht erlebe ich das auch nicht mehr). Ich glaube an einer Realisierung von ca. 10 Jahren und länger.

Erzbahnschwinge in Bochum (eine Brücke)

Wie gesagt, ich bin die super brüchige Darpestraße bis zur Erzbahntrasse gefolgt. Hier gibt es oh Wunder eine recht gute Auffahrt zur Erzbahntrasse, die mich weiter nach Bochum hinein brachte. Auf der Erzbahnschwinge machte ich Pause, denn ich sah eine Diesellok der Firma Euro Cargo Rail auf der Güterzugstrecke zum Thyssen/Krupp Stahlwerk in Bochum-Stahlhausen (der Name kommt nicht von ungefähr 😉 ).

An der Ampel an der Alleestraße stand ein anderer Radfahrer neben mir. Bevor es zu einem Unfall kommt, habe ich ihn gefragt, welche Fahrtrichtung er einschlagen würde, denn eine Kollision wollte ich vermeiden. Er wollte auch links abbiegen. Somit war klar, dass wir die gleiche Richtung einschlagen wollten.

Die Bochumer Innenstadt habe ich schnell hinter mir gelassen; ich war erst dort nur für eine Runde auf’s Klo in einem EKZ am Rathaus. Über die erst steile Castroper Straße (L654) gelangte ich vorbei am Planetarium (Leitung hat immer noch Susanne Hüttemeister) und am Ruhrstadion (ja das hat einen Zusatznamen eines Sponsors, aber es hatte so viele Zusatznamen schon, keine Ahnung, wie lange dieser nun Bestand hat. Ruhrgebietler ist der Begriff Ruhrstadion des VFL 1848 Bochum ein Begriff).

Schließlich gelangte ich wohl als einziger Radfahrer zum Ruhrpark. Im Gegensatz zu so vielen anderen EKZ auf der grünen Wiese gibt es hier sehr viele Fahrradparkplätze aber keine Radfahrer. Der Ruhrpark ist ein Autofahr-EKZ.

Im Ruhrpark habe ich mir einen Radwegeplan von Bochum für 6 Euro gekauft. Er ist zwar aus dem Jahre 2015, aber vieles dürfte noch in 10 Jahren Gültigkeit haben. Bei Karstadt Sport hatte ich noch eine gute lange Tight anprobiert, aber irgendwie wollte ich plötzlich doch nicht mehr. Zum Ruhrpark fahren nur Linienbusse. Eine Straßenbahnverbindung hat man warum auch immer für immer und ewig storniert. Auch hier hin wäre eine guter Radschnellweg denkbar. Aber wahrscheinlich ist die Verwaltung des Ruhrparks noch nicht im Jahre 2017 angelangt. Kann ich nicht verübeln. Das sind viele private Verwaltungen von EKZ längst noch nicht in Deutschland. In NL sieht das ganz anders aus. In Arnhem Kronenburg gibt es sogar auch noch kostenlose überdachte Fahrradunterstellplätze. In Deutschland undenkbar.

Mit Radfahrkarte konnte ich dann auch Weg einschlagen, die mir sonst nicht eingefallen wären. Die Harpener Teiche habe ich endlich besucht. In einem Teich wird das Grubenwasser der Zeche Rober Müser eingeleitet. Ich dachte mir schon etwas, weil diese Färbung der Mineralien hatte ich in einem See vor ewigen Zeiten in Wülfrath gesehen.

Photovoltaikanlagen

Über versteckte Wege, vorbei an der Zentraldeponie von Bochum, wo an einem Berghang auch noch riesige Photovoltaikanlagen zu sehen sind. In Havkenscheid, wo man gar nicht denken kann, dass man mitten in einer Großstadt im Ruhrgebiet sei, weil das so ein ländlichen Charakter hatte bin ich durchgefahren und bin nach Altenbochum und zum Lohring gelangt.  Die B226 herunter zum HBF gedüst und im selbigen noch eben die FAZ gekauft. Irgendwie muss das noch sein. Gerade vor der Bundestagswahl möchte ich noch einmal etwas ausführliches lesen.

Ich war noch bei Intersport Balz. Wie soll ich es sagen? Intersport hat sonst immer recht erschwingliche Teile. Aber bei Intersport Balz springen die Preise noch einmal höher. Balz ist in Bochum ein höher klassiges Modehaus. Eine gute Hose (keine Tight) hatte ich dort gesehen. Aber für 59 Euro wollte ich auch nicht direkt ausgeben, wenn ich nicht weiß, ob sie wirklich wasserabweisend ist (muss ja nicht den allerstärksten Regen abhalten, aber sollte auch nicht sofort so nass werden wie eine Jeanshose). Verkäufer werden mir bestimmt alle ja sagen wollen (weil sie etwas verkaufen wollen).

Direkt gegenüber befindet sich das Restaurant Mutter Wittig. Die Qualität des Essen war sehr gut. Die männliche Bedienung war genau das Gegenteil. So etwas habe ich schon sehr lange nicht mehr erlebt.

Vorbei über den Bahnhof Bochum-Hamme (ehemalige Nokia-Bahn, RB 46 betrieben von Abellio) bin ich wieder zur Erzbahntrasse gelangt, die ich aber nur kurz benutzte weil ich direkt über Wattenscheid nach Essen-Stoppenberg fahren wollte.

Der Test mit der Frau von REWE von letzter Woche ergab, dass sie heute wieder da war, aber mir ist aufgefallen, dass sie zu allen Kunden vor mir genauso arg freundlich war, wie zu mir diesmal wieder und wie beim letzten Mal. Thema abgeharkt.

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Ernsthafte Konkurrenz für den RE5 (Koblenz-Wesel)

Macht der RE2 (Düsseldorf-Münster) dem RE5 langsam ernsthafte Konkurrenz?

Ich habe langsam den Eindruck, weil auch gestern Abend um 20.13 Uhr war der Zug ca. 10 Minuten verspätet. Wenn man vom Chaostag Donnerstag absieht, so hatte der Zug immer um diese Uhrzeit Verspätung. Ich brauche ja nicht zu erwähnen, dass die S1, die um 20.18 Uhr abfährt, natürlich Vorfahrt hatte. Die kam als erstes ins Gleis und danach erst der Regional-Express. Daran kann man zum wiederholten Male sehen, welchen Stellenwert inzwischen so ein Regional-Express in Deutschland hat; weniger als eine S-Bahn.

Anzeigetafel vom Flughafenbahnhof

Eine Zeitlang war er sehr pünktlich, aber in den letzten Wochen, eigentlich seit den Sommerferien ist er immer abends verspätet. Das habe ich auch schon von anderen Reisenden gehört, wenn sie sich unterhalten haben. Also ist das nicht nur mein persönlicher Eindruck.

Nein, schlimm ist das nicht, denn ich habe ja immer mein Rad dabei und meistens bin ich auch dann so ca. 21.05 Uhr zu Hause nach meiner Arbeit. Allerdings so wie gestern, wenn ich noch mit der Straßenbahn fahren müsste, dann käme ich erst um 21.04 Uhr vom Essener HBF weg, weil ich die 107 um 20.49 Uhr (abermals) verpasst hätte.

Ich schaue mal wie das heute Abend ist. Heute sehe ich das entspannter, weil um 20.00 Uhr das Wochenende beginnt.

Nächste Woche muss ich mich nicht mit dem RE2 am Abend herumschlagen, denn da habe ich wieder Frühschicht (von 7 Uhr bis 15.45 Uhr) und kann mit dem RE6 um 16.02 Uhr fahren, wenn ich Lust habe. Aber um diese Uhrzeit könnte es durchaus sein, dass ich den gesamten Rückweg (ca. 34 km) auch mit dem Rad absolviere oder mit dem Rad bis Ratingen Ost Bahnhof fahre und dann mit der S6. Nach 20.00 Uhr möchte ich eigentlich nur noch auf dem schnellsten Weg nach Hause (was eigentlich auch jedem klar sein müsste).

Morgens verlasse ich das Haus so gegen 5.20 Uhr, damit ich den RE11 um 5.45 Uhr fahren kann. Um diese Uhrzeit ist die DB noch nicht so verspätungsanfällig wie zu später Stunde.

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Total misslungen – normaler Alltag bei der Deutschen Bahn AG

Ich wollte gestern mal wieder nach ewig langer Zeit in die Sternwarte Recklinghausen. Ich habe mir noch extra die Schicht mit einem Kollegen getauscht, damit ich das wahrnehmen konnte und was war die Deutsche Bahn AG hat mir wieder alles versaut.

Gestern herrschte wieder totales Chaos auf der Schiene im Ruhrgebiet. Eigentlich ist das ja Normalität – kann man schon fast sagen.

Es gab soweit ich das gesehen hatte, Personen im Gleis südlich von Düsseldorf. Mein Zug, der RE2 nach Recklinghausen schien davon nicht betroffen zu sein. Zuvor gab es eine Oberleitungsstörung auf dem RE6 bei Dormagen, auch nicht mein Ding. Dachte ich.

Ich war um 18.00 Uhr auf dem Bahnsteig. Zu meiner Überraschung hat man den RE1, der immer, wirklich immer auf Gleis 1 hält auf Gleis 5 gewechselt und dieser hatte 40 Minuten Verspätung. Aber man hat das so was von ungeschickt gemacht, was man bei der Deutschen Bahn AG eigentlich gewöhnt sein müsste. Man hat die S1, die um 18.08 Uhr abfuhr, vor dem RE1 gesetzt. Der RE2 fährt um 18.13 Uhr ab. Nach der S1 kam der RE1, also hatte mein RE2 schon Verspätung. Wie viel wurde wie üblich nicht angezeigt.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr, Ankunft in Recklinghausen 19.04 Uhr mit dem RE2 und dann noch ca. 10 bis 15 Minuten mit dem Rad zur Sternwarte. Das war aus meiner Sicht schaffbar, denn ich kenne die Strecke in und auswendig, denn ich war mal wirklich Stammgast dort (früher, früher vor ca. 10 bis 15 Jahren und dann nur noch sporadisch).

Der RE1 kam also um 18.12 Uhr an. Hat die übliche Ein- und Aussteigezeit gebraucht und fuhr um ca. 18.15 Uhr ab. Mein RE2 kam 9 Minuten später an. Ich dachte, in Essen kommt der Zug normal planmäßig um 18.36 Uhr und fährt um 18.44 Uhr wieder los, also hätte er die Zeit wieder abgebaut. Das war noch in Düsseldorf Flughafen.

Aus der Vergangenheit, also in den letzten 6 Tagen weiß ich, dass der RE2 gerne in Mülheim HBF nie pünktlich war. Er kam immer relativ pünktlich an, aber hat die Wartezeit sehr gerne um 5 Minuten immer verlängert. Letztens ging eine Tür nahe dem Fahrradabteil nicht mehr zu. Es gab keinen Zugbegleiter im Zug, so dass niemand von der Bahn die Tür untersucht hätte oder sie so eingestellt hat, dass sie wieder zugeht. Ein Fahrgast hatte den richtigen Kniff und die Tür schloss sich. Also wenn wir Fahrgäste schon beinahe verpflichtet sind, die Türen der Züge der Deutschen Bahn AG zu reparieren, weil kein Zugbegleiter im Zug ist, dann Gute Nacht.

Mein RE2 war um 18.44 Uhr in Essen, fuhr dann schon mit zwei Minuten Verspätung ab. Kein Problem dachte ich und entspannte mich. Kurz vor Gelsenkirchen hat der Zug abermals halten müssen, vor einem Signal, wieder ging Zeit verloren. Weil ich dachte, das würde sich abermals wiederholen, bin ich in Gelsenkirchen ausgestiegen und bin nach Hause gefahren.

Der Vortrag fand dann ohne mich als Zuschauer statt.

In der letzten Woche bin ich mit der S1 um 20.18 Uhr von Düsseldorf Flughafen nach Essen HBF gefahren. Ich war mit der S-Bahn um 20.55 Uhr früher da als der RE2, der um 20.13 Uhr hätte abfahren und um 20.42 Uhr in Essen ankommen sollen. Wenn die S-Bahn, die an jeder sprichwörtlichen Milchkanne in Duisburg hält, schneller ist als ein Regional-Express, dann ist wirklich etwas faul. Der RE1, der um 20.28 Uhr von Düsseldorf Flughafen abfahren und um 20.53 Uhr in Essen sein soll, war auch an diesem Abend verspätet.

Viel später gab es noch eine Totalsperrung in Köln auf der Hohenzollernbrücke, wo ein Mann auf die Brücke geklettert ist und die Bahn hat den Verkehr eingestellt. Wenn Köln gesperrt ist, dann zieht sich das durch ganz NRW durch. Vielleicht einzelne Nebenstrecken sind davon nicht betroffen, aber der normale Verkehr schon. Und man kann sagen, eine Sperrung am Nachmittag dann häufen sich die Verspätungen bis in die Nacht, weil sehr viele Linien nur sehr kurze Pausenzeiten an ihren Endhaltestellen hat. Das hat zur Folge, dass dann viele Linien auch nicht zum regulären Endhaltepunkt fahren, sondern verkürzt.

Der RE2 hält diesem Falle nicht mehr in Düsseldorf Flughafen und Düsseldorf HBF, sondern fährt nur bis Duisburg HBF. Der dauerverspätete RE5 (selbst das Wochenende ist der RE5 Spitzenreiter) fährt dann nur bis Oberhausen oder Dinslaken.

Viel Ärger aber auch nur dann, wenn man etwas vorhat und auf eine sichere Pünktlichkeit angewiesen ist, dann geht es genau an diesem Tag schief. Hat man es nicht eilig, dann geht alles glatt. Daher muss man sich das wirklich gut überlegen, ob man so dicht auf Kante fährt. Den Zug um 17.13 Uhr hätte ich nehmen müssen. Das war der letzte Zug. Aber wie ich mich kenne, hat dieser Zug 40 Minuten Verspätung und fährt nur bis Wanne-Eickel HBF oder so ähnlich.

Es fährt auch nur der RE2 von Düsseldorf Flughafen bis Recklinghausen HBF.

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