Regionalwahlen in Andalusien (Andalucía)

Regionalwahlen in Andalusien (Andalucía)

Bei den Regionalwahlen in Andalusien hat die PP die meisten Escaños im Parlament gesichert.

Das Diagramm kann man mit diesem Code nachbauen.

import matplotlib.pyplot as plt

# Finale Daten von gestern Nacht (17.05.2026)
partidos = ['PP', 'PSOE', 'VOX', 'Adelante\nAndalucía', 'Por\nAndalucía']
escaños = [53, 28, 15, 8, 5]

# Offizielle Parteifarben für die visuelle Genauigkeit
colores = ['#1d84b5', '#ef3b2c', '#63be21', '#00a58e', '#79307c']

# Diagramm erstellen
fig, ax = plt.subplots(figsize=(10, 6))

# Balkendiagramm zeichnen
bars = ax.bar(partidos, escaños, color=colores, edgecolor='black', width=0.6)

# Werte direkt auf die Balken schreiben
ax.bar_label(bars, padding=3, fontsize=11, weight='bold')

# Achsen-Details (Limits automatisch bestimmen lassen!)
ax.set_ylabel('Escaños en el Parlamento', fontsize=12, weight='bold')
ax.set_title('Resultados Elecciones Andalucía - 17.05.2026', fontsize=14, weight='bold', pad=15)

# Hintergrundraster für bessere Lesbarkeit
ax.set_axisbelow(True) # Raster hinter die Balken legen
ax.grid(axis='y', linestyle='--', alpha=0.5)

# Y-Limit leicht erhöhen, damit Platz für die Beschriftung ist
ax.set_ylim(0, 60)

plt.tight_layout()
plt.show()

Es war mal für mich als ausländischer Beobachter ganz interessant zu sehen, wie sich die Systeme unterschiedlicher nicht sein können.

In drei Wahlbezirken gab es ein Problem, sodass sie nicht rechtzeitig öffnen konnten, in Sevilla, Málaga und El Puerto. Am Wahltag gibt es regionale Richter, die da darüber entscheiden, wie man damit verfährt. Es wurde so entschieden, dass die Wahlbezirke 43 Minuten länger öffnen konnten, was zur Folge hatte, dass die erste Prognose würde man in Deutschland sagen, nicht um 20 Uhr, wenn die Wahllokale in Spanien schließen, sondern erst frühestens um 20.43 Uhr veröffentlicht werden darf.

Wir erinnern uns an die Wahl in Berlin 2021, als die Prognose und die erste Hochrechnung veröffentlicht wurde, da wurde in Berlin noch gewählt. In einer Demokratie darf so etwas nicht passieren.

Also die Lautstärke in den Wahllokalen ist, was ich so gesehen habe im Fernsehen eine ganz andere. Kinder laufen im Wahllokal umher, es wird sich unterhalten, die Wahlurnen sind alle durchsichtig. Nicht wie bei uns ein grauer Kasten und eine Stille wie auf dem Friedhof. Nur manchmal hört man ein Radio laufen, also wird Musik gespielt, das Radiogerät läuft nicht umher, sondern bleibt am Platze.

Dann wurde live in drei Wahllokale geschaltet, als die Auszählungen stattfanden. Also man hat gesehen, wie das gemacht wurde. Kennt man so etwas aus dem deutschen Fernsehen – nein.

Eine Elefantenrunde mit den Spitzenpolitikern gibt es am Wahlabend nicht, sondern eine andere Elefantenrunde. Im staatlichen Fernsehen, RTVE, sitzen die wichtigsten Vertreter der wichtigsten Zeitungen (also wie der Presseklub – nur deutlich lebhafter – der deutsche Presseklub ist dagegen eine Trauerveranstaltung) und unterhalten sich.

Anders als in Deutschland jubelt keiner bei der Prognose. Es wird so lange gewartet bis sich das Ergebnis manifestiert hat.

Im Bildschirm sieht man nicht die Prozente der Parteien (Hochrechnungen gibt es in Spanien nicht), sondern es wird laufend die Sitzverteilung angezeigt. Das heißt es gibt eine Prozentanzeige, die sagte, wie Prozent schon abgeschlossen ist, auszuzählen. In der gesamten Comunidad von Andalucía.

Spanien ist hoch digitalisiert. Die Ergebnisse werden praktisch vom Wahlbüro (ich habe viele mit Handys gesehen, meist der Wahlvorstand, die was laufend eingetippt haben, während der Auszählung) über das offizielle Wahlbüro zu den Sendern gebracht. Wobei die Sender über sogenannte API auf diese Ergebnisse zugreifen. Das passiert in Sekunden.

So eine große Comunidad wie Andalucía mit 6,8 Millionen Wahlberechtigten (8.733.535 Einwohner hat Andalucía, Hauptstadt ist Sevilla) hatte nach 2 Stunden nach dem alles geschlossen hatte, alles ausgezählt bzw. fast alles, denn offiziellen ausgezählten Zahlen blieben bei 99,98 % stehen. Ich vermute bei den 0,02 % handelt es sich um die 330.000 aus Andalusien ausgewanderten Spanier und vielleicht einigen Briefwählern, die man noch in Sevilla auszählen lässt.

Wir kennen das aus Deutschland, dass man von 18 Uhr an bis 23 Uhr braucht, um alles durchzählen, wo sich um 18 Uhr so manche Partei als Sieger sah und dann um 22 Uhr feststellte, dass doch noch knapp werden würde.

Der spanische staatliche Fernsehersender hatte alle Daten verarbeitet und angezeigt, von den einzelnen Provinzen. Es gibt in Spanien keine Landeslisten. Jede Provinz hat seine eigene Wahl und das wird alles in Sekundenbruchteilen live auf die Webseite vom staatlichen Webseite übertragen.

Man kann ja politisch von Spanien halten, was man möchte, aber IT-technische sind sie uns weit überleben.

RTVE hatte exakte virtuelle Nachbildung des Parlamentes in Sevilla dort nachgebildet. Mehr IT geht derzeit nicht. Dagegen ist unser Touchscreen, wo die Leute darauf klicken wirklich oldschool.

Natürlich wieder ein Hochglanzstudio. Ich vermute, die Moderatoren sitzen da mit Spezialpartoffeln, damit sie den Boden nicht schmutzig machen dürfen und die dreckigen Straßenschuhe stehen buchstäblich vor der Haustür.

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