Goodbye to so many
Ich habe mich verabschiedet, weitestgehend aus Social-Media. Am Anfang des Jahres habe ich mit Threads (von Meta) verschiedet, dann kam Instagram dran, dann LinkedIn und jetzt bin ich auch komplett aus Facebook raus.
Den ganzen digitalen Müll bin ich losgeworden. Ja ich bin selbstständiger. Nein, man muss nicht online dort in Social-Media sein. Hier über mein Blog gibt es ein Formular, wo man mich auch kontaktieren kann.
Ich bin jetzt nur noch in YouTube, Dailymotion, Substack und Pinterest drin, was immer noch eine Menge ist, aber: Weder Substack noch Pinterest, noch YouTube und Dailymotion verlangen tägliches Posten.
In Threads war ich ca. 6 Monate, in Instagram 8 oder 9 Monate, in LinkedIn ungefähr 6 Monate (aber auch mal zuvor 9 Jahre, wo es noch angenehm war) und in Facebook war ich ungefähr 13 Monate.
Die längste Zugehörigkeit bin ich bislang in YouTube, wo ich jetzt 13 Jahre bin. Die anderen kürzer in Substack bin ich erst seit 3 Tagen.
Diesen Blog habe ich seit 2011, die URL sven-essen.de seit 2006.
Noch ist es ein wenig ungewohnt ohne Facebook, aber nachdem ich in den letzten Tagen dort schon meinen Content auf meinen privaten Account gelöscht hatte und die Firmenseite gelöscht hatte, habe ich mich doch gefragt, warum ich eigentlich dort noch länger sein brauche. Erst wollte ich es als Informationsbeschaffung behalten, aber irgendwie gefiel mir der Gedanke auch nicht so richtig.
Es ist ein Account, den man nur mit sich herumschleppt. Im Gegensatz zu vielen anderen Sachen, bin ich bei Konten löschen zu lassen, immer ganz schnell dabei.
Ob man mit dem einen oder anderen noch privat Kontakt haben könnte. Vergiss es. Es hat niemand Interesse. Entweder auf der Plattform oder nicht. Es ist kein 2005 mehr, wo das noch möglich war, damals als Brieffreunde, wo man die Postadresse hatte, die Telefonnummer.
Ich hatte mal eine ehemalige Schulkollegin angeschrieben, wir waren in der Kontaktübersicht, weil sie sich auch jede meiner Story anschaute. Bis auf mal einige Sätze hin und her kam da nichts von ihr.
Ja der Sinn und Zweck, weil man sich online verstreut, sich zu vernetzen, die Idee mag ganz nützlich sein, aber sie hat in 2026 ihren Zweck verloren. Endloses scrollen im Newsfeed. Aber hee, da kann sich auch gar nicht in Kontakt treten oder die private Telefonnummer heraus zu geben und über einen Messenger zu kommunizieren.
Mag ja sein, dass es für so viele Menschen sinnstiftend ist, durch so einen Feed zu scrollen, aber für mich nicht.
Wie gesagt schreibt mir eine Mail und dann kann man hier auch Kontakt treten, wenn nicht, dann ist es nicht wichtig genug.
Nein, die Kommentarfunktion schalte ich nicht wieder ein. Bis auf Spam kam nichts. Von meinen damals 1.150 Artikel hatte ich ca. 50 Kommentare.
Vielleicht bin ich auf falsch auf der Welt und passe nicht mehr in diese Gesellschaften. Eigentlich war ich immer ein Einzelgänger. Ist überhaupt ein Wunder, dass ich zwei feste Freundinnen in meinem Leben hatte, aber die letzte war im Jahre 2003. Ja so lange bin ich Single, aber weil halt ganz anders bin als der restliche Planet, wird es keine an meiner Seite geben.
Nein, Singlebörsen sind ja noch schlimmer als Social-Media. Mit meiner Introvertiertheit und Hochsensibilität passe ich nicht in diese Welt. Die meisten Menschen würden auch gar nicht mitbekommen, wenn es mich überhaupt nicht mehr gäbe, wenn ich plötzlich versterben würde.
Man sagt immer, wir die Introvertierten müssen uns öffnen, wir müssen den ersten Schritt gehen, während die Extrovertierten praktisch auf uns warten würden. Die Extrovertierten erwarten das von uns ruhigen Personen – habe ich sehr oft auf LinkedIn, dem geschäftlichen Netzwerk gelesen, dass wir den ersten Schritt gehen müssen. Sehe ich anders, aber in einer Welt die laut und schrill ist, eigentlich kein Wunder.