Blöden Blödsinn und riesiges Glücksgefühl

23. April 2020 Aus Von elsenorweb

Mir ist gestern ein echter Fauxpax auf der Arbeit passiert. Ich habe ein Ticket einen falschen User zugeordnet. Das ist mir in den über drei Jahren noch nie passiert. Aber gestern war es das erste Mal.

Ich bekam eine Mail von dem „falschen User“, dass er nicht der Richtige dafür sei. Zufällig ist dieser „falsche User“ Admin und konnte mir die richtige Gruppe nennen, die Zugriff auf den Skype for Business Server hat, denn mein Skype zeigt nur die Namen der Anrufer, wenn der User sich auch über Skype meldet. Wenn er mit Handy anruft, kann das Skype nicht registrieren.

Ich habe die Gruppe angeschrieben und innerhalb von halben Stunde hatte ich den Richtigen fürs Ticket. Mein Gott, noch einmal Schwein gehabt, aber auch Können. Ich meine, ich mache mich sofort auf dem Weg in Sachen Schadensbegrenzung. Natürlich stehe ich zu meinen Fehlern und das war jetzt einer, den ich ausgemerzt hatte und ich kann heute Nacht beruhigt schlafen.

Ich hoffe nur, dass ich von meinem Arbeitgeber keine Schelte bekomme, weil ich die Kunden-IT direkt angeschrieben habe. Davon mal abgesehen. Ich bin der persönlichen Meinung, egal ob die Kunden IT oder wir, wir sitzen alle in einem Boot.

Mir ist das auch egal, ob ich einen Direktor anschreibe oder einen Angestellten. Wenn der Direktor mir helfen kann, wenn er der Ansprechpartner ist, dann ja. Für mich zählen Titel überhaupt nicht. Natürlich kann jemand stolz auf sich sein, wenn er 4 Doktortitel hat, aber das sagt nichts über den Menschen aus.

Ich finde es witzig, dass unser Ausland sich nichts auf Titeln macht. Ich glaube in den Niederlanden ist es so, dass derjenige, der vier Titel hat, sagt: „Ich bin der Volker“. So sollte das auch sein. Viele, die einen hohen Titel haben, sind auch irgendwann davon genervt und möchten eigentlich ganz normal behandelt werden.

Mit einem Donald Trump, mit dem könnte ich gut zu Abend essen, mit Frau Merkel nicht. Es wird auch vieles von den Medien injiziert. Man muss sich ja nur die Pressekonferenzen schauen. In den USA stehen hinter dem Präsidenten seine Angestellten, in Deutschland sieht man nur den Wand vom Bundestag. In den USA, wenn die Journalisten Fragen stellen können, plappern alle wild durcheinander und in Deutschland geht das sehr gesittet vonstatten.

Mein erster Geschäftsführer, vom ersten Unternehmen, der war ein Mann des Volkes. Er hat mit uns in der Kantine gespeist und hat sich volksnah gezeigt. Das war so richtig sympathisch, sein Nachfolger hatte sich bis zum Ausscheiden von mir in dem Unternehmen, sich von den Angestellten distanziert. Menschen sind leider verschieden.

Es ist sehr warm derzeit. Wenn man morgens vor der Arbeit die Wäsche wäscht, was ich sonst nie schaffe in der Normalschicht, ist sie zur Mittagspause auf dem Balkon schon trocken. Am Abend bin ich dann auch auf dem Rad unterwegs, aber heute nicht zur Innenstadt, sondern in Richtung wo es belebter ist.

Es hält sich niemand an die 1,50 Meter Abstand. Also wenn ich unterwegs bin, siehe ich nie die Abstände. Nur im Supermarkt sehe ich diese Abstände, aber wenn die Leute draußen sind, ist es damit vorbei.

Die Politik und die vor allem die Kanzlerin kann noch so viel toben; die Bevölkerung hält es nicht ein. Das war in den ersten 2 Wochen so, aber mittlerweile hat es sich verflüchtigt. Nicht einmal die Polizei achtet so richtig drauf.

Es wird jetzt immer mehr geöffnet. Das normale Leben kommt zurück. Ich hoffe, bald können auch die Schwimmbäder wieder öffnen und wenn es nicht zum Freibad reicht, dann ist das Hallenbad auch im Sommer nett. Hauptsache schwimmen. Mein Rücken macht minimale Fortschritte.