Gedanken zum Tage

9. Januar 2017 Aus Von elsenorweb

Die neue Woche hat begonnen und ich bin wieder mit dem ÖPNV (diesmal freiwillig, nicht wegen Schnee oder Glatteis) zur Arbeit gefahren. Im Gegensatz zu meinen Köln-Fahrten ist das richtig Pillepalle. Vom Verlassen des Hauses bis zur Firma fahre ich rund eine Stunde. Das ist absolut verträglich, zweimal umsteigen ist von nöten.

Von Stoppenberg fahre ich mit der Linie 107 bis Essen HBF und dann mit dem Zug und dann noch mit dem Bus. Von Essen bis Flughafenbahnhof Düsseldorf kann ich mit dem RE1 (Hamm-Aachen), RE2 (Münster-Düsseldorf HBF), RE6 (Minden-Köln/Bonn Flughafen) und RE11 (Hamm-Düsseldorf HBF). Natürlich geht es auch mit der S1 (Dortmund-Solingen). Alle fahren alle 60 Minuten und so verteilt, dass man maximal 20 Minuten am Essener HBF warten muss, bis der nächste kommt. Vom Flughafenbahnhof fahren drei Buslinien (729, 759, 776) der Rheinbahn an der Arbeitsstelle vorbei. Nur die Schnellbuslinie SB51 fährt in die entgegengesetzte Richtung nach Kaarst, die kann ich nicht benutzen.

Düsseldorf Flughafenbahnhof

Flughafenbahnhof Düsseldorf

Das finde ich sehr verträglich und ist kein Problem und zur Not kann man auch mal ca. 10 Minuten laufen, was ich meistens nach der Arbeit mache. Dann hat man auch etwas Bewegung :-), was ja nicht schlecht sein kann.

Heute morgen habe ich noch einen Arbeitskollegen am Bahnhof vom Essener HBF getroffen und später am Flughafenbahnhof noch einen anderen.

Eigentlich ist die Fahrt mit dem Auto recht überflüssig. Heute morgen sah ich am Flughafenbahnhof, wie sich die Autos auf der A44 stauten, was eigentlich nur ganz selten der Fall ist. Aber jetzt war wieder Arbeitsanfang, nach dem Ende der Weihnachtsferien in NRW. Das ist dann für viele wieder ungewohnt, so mein Eindruck. Der RE1 war auch gut gefüllt, aber dass man sich dazwischen quetschen musste, hatte ich nicht den Eindruck.

Gestern morgen bin ich zum Schwimmen nach Gelsenkirchen (zum Zentralbad) auch mit dem ÖPNV (mit der Straßenbahnlinie 107) gefahren. Wahrscheinlich werde ich das jetzt des öfteren machen, weil die Autofahrt erspare ich mir, wenn es nur darum geht hin zum Schwimmen und dann wieder zurück. Das Ticket 2000 hat am Wochenende im gesamten VRR Gültigkeit was ich besitze, also warum die 83 Euro monatlich nicht ausnutzen?

Zumal in der Nähe des Schwimmbades (an der Haltestelle Holbeinstraße) hat auch ein Bäcker morgens geöffnet, wo man sich mit Brötchen eindecken kann.

Die in meinem letzten deutschen Blogbeitrag erwähnte Algerierin steckt in den Hochzeitsvorbereitungen. Ob ich enttäuscht bin? Ja, natürlich hat man gehofft, aber was soll’s. Ich habe es ja anderer Stelle auch versucht. Vielleicht war ihr damaliges Zögern am Schluss auch darauf zurückzuführen, dass es noch jemanden anderem gab, der nun in den Bund der Ehe mit ihr überführt wird. Es ist aber dennoch schön, wenn man noch wieder Kontakt hält. Vielleicht ist auch manchmal gut so, wie so etwas kommt.

Gestern nach dem Schwimmen habe ich mich wirklich fast den gesamten Tag einem Blog über das erste Date und alles darum gewidmet. Ein der so ein Coaching betreibt, hat da ein sehr ausführlichen Blog entstehen lassen. Viele seiner Beobachtungen teile ich.

Ich fand viele Artikel sehr interessant. Interessant dass Frauen weniger öffentlich lachen, mit ihrer Mimik ziemlich trist daher kommen. Wenn sie in Gruppen unterwegs sind, dann ist das anders, aber als Einzelperson, dass jemand fröhlich unterwegs ist?

Es wurde auch die Tatsache angeschnitten, dass sich viele Frauen von Männer in Singlebörsen verarscht fühlen. Der Blogbetreiber beschrieb in diesem Artikel, dass Männer grundsätzlich schlechtere Karten in solchen Börsen haben. Frauen bekommen unzählige Anfragen, wo sie sich welche aussuchen können, Männer eigentlich so gut wie keine. Ich kann das immer wieder bestätigen. Als Mann bekommt man grundsätzlich vielleicht einmal im Monat eine Zuschrift, Frauen wohl zehnmal so viele. Häufig ist auch ein prozentuales Ungleichgewicht vorhanden, denn es sind mehr Männer in Singlebörsen als Frauen. Mit Sicherheit kommt es zu dieser Umverteilung da Frauen sich schneller aufregen, das ihrer besten Freundin mitteilen, die sich auf darüber aufregt und das womöglich dazu führt, dass sie ihre Aktivitäten auch einstellt.

In dieser niederländischen Singlebörse hatte ich innerhalb von sechs Monaten eine Zuschrift von einer Frau, die sich für mich interessierte, die ich nicht selber anschrieb. Und die ich anschrieb, schrieben aus Höflichkeit einmal zurück, aber das war es schon.

So. Schreibt man wie ich etwas gemächlicher, nicht sofort auf das Eine aus, wird man natürlich übersehen, von anderen die schon härter zur Sache gehen, wo sich die meisten natürlich geschmeichelt fühlen und da eher zu gehen oder sich von diesen erbost fühlen, dass sie auch die Nachrichten der Guten in einem Rutsch löschen. Der Autor des Blogs und da stimme ich ihm auch zu, dass ein Kennenlernen in der Disco oder Bar selten zu einer längerfristigen Beziehung führt, sondern dass auch Frauen den Namen des Angesprochenen, wenn dieser den Gastronomiebetrieb trotz empfangener Telefonnummer wieder vergessen haben.

Hier die Adresse des Blogs

Allerdings glaube ich auch nicht, dass das Glück, die Liebe zu einem Menschen rein zufällig kommt. Viele sagen, dass es manchmal unverhofft, anders als erwartet, aber man muss schon mehr machen als nur da zu sitzen und zu warten.

Also man muss schon zu anderen Orten gehen, um Menschen kennen zu lernen. Das kann in der Realität sein oder halt auch am PC und in beiden Realitäten versucht man Gleichgesinnte zu finden (so glaube ich das). Aber man macht bewusste aktive Handlungen, die zu einem Ziel was auch immer führen.

Natürlich werden Romantiker von Frauen eher bevorzugt als die keine so künstlerische Ader im Blut haben und so wie ich meine Blogeinträge schreibe, die wohl eher Betriebsanleitungen ähneln, nüchtern und karg geschrieben, zu viel ins Detail gehende Artikel. Aber so sehr ich mich auch mit der Romantik beim Schreiben anstrenge, desto weniger wird es, wobei ich sonst eher romantisch veranlagt bin.

Vielleicht liegt das Problem auch eher im Elternhaus begraben, weil meine Eltern waren alles andere als blühende Philosophen und auch eher technisch veranlagt und das habe ich auch übernommen.