Groningen-Leer

26. Mai 2022 Aus Von elsenorweb

Ich habe zwei Post’s auf LinkedIn veröffentlich (natürlich 0 Reaktion). Ich glaube sehr vielen Menschen ist die Dimension nicht bewusst, die diese Lücke aufweist.

Der Hauptgrund ist die zerstörte Friesenbrücke, die im Dezember 2015 von einem Frachtschiff getroffen wurde. Bis heute, also seit 2015, fährt dort kein Zug. Ich weiß, der normale Mensch denkt, wenn ich mit dem Auto fahren kann, ist mir die Zugbrücke herzlich egal.

Umgekehrt sind mir die kaputten Brücken über die A40 in Duisburg und A1 in Köln auch egal. Der Autofahrer hat in Sachen Deutschland-Niederland viel mehr Möglichkeiten zwischen den beiden Ländern zu fahren.

Der Zugfahrer hat nur die folgenden Möglichkeiten von Süd nach Nord:

RE18 zwischen Maastricht und Herzogenrath bzw. Aachen

RE13 zwischen Venlo und Viersen

RB51 zwischen Enschede und Gronau

RB61 zwischen Hengelo und Bad Bentheim

Es gibt noch ganz wenige Busverbindungen und das war es, aber längst nicht diesen Ausmaß wie ein Autofahrer diese hat.

Groningen – Leer wurde von einer Regionalbahn im Stundentakt bedient. Seit 2015 befährt nur von Weener (auch noch Deutschland) nach Groningen. Die 335 Meter lange Brücke befindet sich seit 2015 in Planung, also bislang 7 Jahre. Jetzt hat nach 7 Jahren endlich die Brückenreste langsam abgebaut. Die neue Brücke soll 2023 gebaut werden, Fertigstellung Ende 2024.

Ursprünglich wollte man die Brücke nur reparieren und jetzt gibt es einen Neubau für 135 Millionen Euro, eine Hubbrücke, vorher war es eine Klappbrücke. Jeder in Deutschland weiß, dass auch terminierte Bauarbeiten sich noch einmal in die Länge ziehen können.

Jetzt im Rahmen des 9 Euro-Tickets könnte man bis Weener fahren und den Rest mit einem niederländischen Ticket bis Groningen.

Das ist ja nicht das einzige Verkehrsprojekt in Deutschland, welches sich in die Länge zieht, Stuttgart 21, Rheintalbahn Fehmarnbelttunnel (man hat endlich mit den Aushubarbeiten begonnen) etc…