Ich bin endlich sicher

28. Mai 2020 Aus Von elsenorweb

Ich bin endlich unter den HTTPS Leuten gegangen. Mein Provider Strato hatte mir geschrieben, dass meine Seiten noch unter http laufen. Das wusste ich schon länger. Nur wusste ich nicht, wie man das ändern könnte.

Ich habe es nun gemacht. Aber erst ein Anruf beim Kundenservice von Strato brachte die Umstellung zu

Wenn ein User das Gegenteil beteuert, zudem einem Troubleshoot, den man 3 Jahre am Stück ohne Probleme durchgeführt hat? Also ich habe mindestens 3 Jahre immer wieder etwas durchgeführt, was bei 100 und mehr Leuten geklappt hat. Nun hatte ich einen Anwender, wo ich den auch nach 30 Minuten nicht überzeugen konnte, dass seine Sicht nicht die Richtige ist. Sein Verhalten was er machen musste, führte immer zu einer Fehlermeldung im System und ich konnte ihn nicht überzeugen, dass er den Fehler, den er gemacht hatte, falsch ist und nicht zum Erfolg führt, weil es im System nicht definiert worden ist.

Was macht man mit solchen Leuten? Ich habe gesagt, dass ich jetzt auflege und ich habe das Ticket weitergeleitet. Ich hoffe, es wird auch nie wieder vorkommen, aber ich hätte wahrscheinlich noch stundenlang mit dem Anwender unterhalten und es hätte zu keinem Ergebnis geführt.

Was macht also ein Profi mit so einer Person? Aus meiner Sicht ist auch unmöglich, wenn jemand eine festgefahrene Meinung hat (und es geht jetzt nicht um eine politische oder sonst was, sondern halt was ein Programmierer vorgegeben hat und wo sich alle daran halten müssen – auch ich muss mich daran halten)?

Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht.

Meistens werde ich von der Stimme etwas lauter und bestimmter und dann klappt es auch. Dann zucken die meisten zusammen und dann kann man gut weiterarbeiten, denn der Anwender und auch ich wollen, dass seine IT funktioniert. Das ist doch das Ziel im Helpdesk.

Diese eine Sache wird mich bestimmt noch lange gedanklich begleiten, weil das so unbefriedigend für mich ist, nicht geholfen zu haben.

Klar, es gibt am Tage sehr viele Sachen, die man nicht lösen kann und weiterleiten muss.

Oder war das der berühmte Kobayashi-Maru-Test für mich heute? Also hätte ich gar nicht erfolgreich sein können?

Die Zeiten ändern sich.

Gestern ist nicht wie geplant die SpaceX Falcon 9 mit den beiden ehemaligen SpaceShuttle Kommandern Doug Hurley und Bob Behnken vom Launchpad 39a im Kennedy Space Center zur ISS aufgebrochen. Ich hatte mir die Übertragung erst bei NASA TV angeschaut, aber nach dem Abbruch zu Welt.de gewechselt. Da sprach man schon fast von einer Blamage.

Wie bitte? In der Geschichte der Raumfahrt ist das ganz normal. Ich weiß nicht, wie viele Raketenstarts schon wegen dem Wetter nicht wie geplant stattgefunden haben. Nur in der heutigen Zeit erwartet man immer alles total selbstverständlich.

Außerdem ist ein verschobener Start zur ISS unbedeutend und zeitunkritisch.

Wenn ein Raketenstart mit einer Raumsonde nicht wie geplant stattfindet, ist das viel zeitkritischer. Warum? Weil dann die berechneten Bahnen nicht mehr stimmen. Hätte man Voyager 2 1977 nicht wie geplant gestartet, wäre die nur alle 176 Jahre vorgegebene Möglichkeit (The Grand Tour) von Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun zu fliegen zerplatzt.

New Horizons hätte auch nicht den optimalen Zeitpunkt für den Swing-by am Jupiter auf ihrem Weg zum Pluto und in den Kuiper-Gürtel nicht antreten können.

Ob die USA nun am Samstag oder am Sonntag nach 9 Jahren wieder zur ISS bemannt fliegen, ist unerheblich. Donald Trump ist mit seiner Air Force One zeitunabhängig. Ich verstehe den Wirbel nicht.

Natürlich bin am Samstag wieder live dabei mit NASA TV. So etwas lasse ich mir nicht entgehen.

Vom Launchpad 39a (und 39b) des Kennedy Space Centers in Florida sind etliche SpaceShuttle Missionen gestartet.