Schnee im August

5. August 2016 Aus Von elsenorweb

Es wird Schnee im August geben, nächste Woche.

Nein, keine Sorge nicht im Flachland, sondern in den Alpen von 2.000 auf 1.500 Meter, soll die Schneefallgrenze sinken. Und selbst das Flachland soll Tagestemperaturen um die +15 Grad (Essen, NRW) zeitweise haben. Die Nachttemperaturen sinken unter 10 Grad (so zwischen 6 und 8 Grad).

Und wieder ertönt es aus allen Wetterstudios. DAS IST ALLES GANZ NORMAL!

Auch der viele Regen ist ganz normal. Schnell wird dann noch ein Vergleich zu den letzten Jahren gezogen und da wird dann gesagt: „Ja vor einigen Jahren, da war es auch ungewöhnlich trocken“.

Und dann schreibt so ein Meteorologe in einem Interview mit einer Tageszeitung auf die Frage, warum er in den Süden fahre (in den Urlaub): „Ja, da ist es beständig trocken und heiß“.

Ich vermute, die meisten Meteorologen wollen ein Wetter nach folgenden Schema haben: 364 Tage Regen, ohne Pause, höchstens 5-10 Grad warm am Tage, in der Nacht mind. -5 Grad. Sonne höchstens für einige Stunden am 365. Tage, aber dann bitte auch nicht zu viel, denn das wäre sonst alles anormal. Wenn Meteorologen das Wetter nicht nur vorhersagen würden, sondern auch machen könnten, dann würden sie es so für uns machen wollen.

So, ich habe früher als Kind naiverweise immer geglaubt, ein Meteorologe ist ein Mensch, der sich gerne mit der Bewegungen in der Atmosphäre auseinander setzt, als naturwissenschaftlich auskennt. Heutzutage sind die meisten eher Moralapostel. Erhobener Zeigefinger und dem doofen Menschen immer sagen, dass 30 Grad abnormal seien, wenn es länger als 4 Tage dauert, denn der Boden bräuchte unbedingt Wasser. Wenn es 10 Wochen ohne Pause regnet, dann ist das super gut, umgekehrt natürlich nicht in Ordnung.

Ich habe keine Ahnung, welche Deals da im Hintergrund immer geschlossen werden, aber ich weiß nur eins, früher gab es solche Hinweise, dass wir Menschen, außerhalb des Meteorologen Zunft, eher nach Sonne und Wärme sehnen, nicht. Ich kann mich als Kind nicht daran erinnern, dass da mit dem erhobenen Zeigefinger gewedelt wurde, wenn Herr Plöger oder Frau Kleinert das Wetter vorhersagten.