Energiesparen

6. August 2022 0 Von elsenorweb

Ja, das ist das Gebot der Stunde. So sehr sich viele darüber aufregen, so muss ich sagen, wir haben schon einen gewaltigen Überfluss an Energieverbrauch gehabt – bislang.

Die wöchentlichen Warmwassertage im Hallenbad und dann auch noch im Sommer habe ich nie verstanden, warum die sein müssen. Da geht auch noch die ältere Bevölkerung hin, die uns Jüngeren den moralischen Zeigefinger erhebt, wenn wir etwas falsch machen. Ich habe Warmwassertage im Hallenbad immer gemieden, aber auch Hallenbäder dessen Schwimmerbecken noch einmal wärmer war als man es fürs Bahnenschwimmen ideal wäre.

Man muss aber auch nicht in einer Stadtbibliothek frieren, aber im Winter darin zu schwitzen, habe ich immer als unnormal empfunden. Aber wenn man als jüngerer Mensch etwas sagt, bekommt man die Antwort, dass die ältere Generation das so haben möchte. Ich weiß, dass das Frieren im Alter mehr zunimmt. Das habe ich ja bei meinem Vater gesehen, der die Heizung immer ziemlich aufdrehte. Meine Wohnung(en) waren immer recht kühl im Winter. Ich glaube aber nicht, dass wir sonderlich frieren werden, denn der Winter mit seinen Minustemperaturen ist selten geworden und richtig kalt, also auch tagsüber weit unter Null ist im Flachland selten und meist ist es eine Woche. Klar in deutschen Berglandschaften sieht es anders aus, aber die Leute dort sind auch eher darauf vorbereitet.

Ich trage sowieso immer kurze Kleidung, keine Socken, barfuß in der Wohnung, auch wenn sie nur +20 Grad warm ist. Mein Kälteempfinden ist ein anderes und ich bin doch verwundert, wie viele Frostbeulen es bei uns gibt. Ich habe das Gefühl, dass es mehr geworden sind.

Ich sehe das immer im Freibad. Die meisten Leute gehen ins Freibad, wenn es heiß ist. Bei +15 Grad gehen nur die Leute ins Freibad, die ihre Bahnen schwimmen. Also mir macht das nichts aus. Ist dieses Kälteempfinden gesellschaftlich antrainiert worden, Massenherdenverhalten?

Von 3/4 Hose auf lange Hose wechsele ich bei +10 Grad ungefähr. Bis dahin kann man noch locker an sonnigen und leicht bewölkten Tagen kurz laufen. Ich weiß, dass da die ersten schon ihren Pelzmantel herausholen. Klar, ich ziehe mir natürlich ein Langarmshirt an. Meine Heizung habe ich im letzten Jahr erst Ende Oktober so langsam angemacht. Die Wäsche trockne ich so lang wie möglich noch auf dem Balkon. Im Herbst dauert das länger als im Sommer, aber es klappt immer noch recht gut. Einen Wäschetrockner habe ich zwar, aber den habe ich in den letzten 5 Jahren, wo ich hier wohne, nur ein einziges Mal angemacht. Ich finde das Ding so überflüssig, genau wie eine Mikrowelle.

Jedes Elektrogerät, wo ich gut ran komme, wird nach dem Gebrauch von der Steckdose getrennt.

Also kalt duschen werde ich nicht, aber auch nicht mehr so heiß. Einbißchen Wärme muss sein, schon alleine wegen den Rohrleitungen und der Legionellengefahr. Ich halte nichts davon, den Duschkopf auf Wasserersparnis auszutauschen. Das kann man machen, wenn das alte Teil hinüber ist, aber jetzt nicht bewusst etwas austauschen was noch funktionsfähig ist. Also so viel Geld habe ich auch nicht, dass ich funktionstüchtige Teile austausche, nur weil es einige Leute in der Presse wegen der aktuellen Situation verlautbaren.

Da frage ich doch mal: Wer duscht sich denn mehrmals am Tage? Also mir reicht das einmal am Tag, wobei jetzt im Sommer es am wichtigsten ist. Im Winter, wo man nicht schwitzt, kann man ja einmal Katzenwäsche machen.

Ich habe es seit einigen Tagen bei mir so eingerichtet, dass ich die WLAN-Funktion am Router von 23 Uhr bis 4.30 Uhr ausgeschaltet habe. Das kann man in meinem Falle der Fritzbox auch so dort automatisch einstellen. Den Router werde ich allerdings nicht ganz ausschalten, denn ein Router ist für den Dauerbetrieb ausgelegt und ich fürchte, so wie man es nachlesen kann, wenn man ihn ständig ein und ausschaltet, dass er doch Schaden nehmen würde. Klar, man kann die WLAN-Funktion auch händisch ausschalten, aber das werde ich bestimmt am Abend immer wieder mal vergessen. Daher ist die „Zeitschaltuhr“ im Router die praktische Lösung. Es wird wohl, wenn man bei unixartigen Betriebssystemen ein „Cron“ Job sein, den man benutzerfreundlich über eine Weboberfläche ansteuern kann.

Ich wundere mich eigentlich, das bei uns, wo das Internet, der Computer so verteufelt wird, noch niemand die Server, die ja auch Unmengen an Energie verbrauchen, infrage gestellt hat. Der normale Deutsche müsste auch dagegen sein. Aber bislang ist noch nichts gekommen – zum Glück. Vielleicht kommt das noch, denn die Grünen werden bestimmt auch dagegen sein, dass sie weiterlaufen, denn schließlich muss Deutschland nach dem Plan der Grünen deindustrialisiert werden.