Viel Spaß beim Diskutieren nach den Beschlüssen der Kanzlerin

16. April 2020 Aus Von elsenorweb

Deutschland hat einige Lockerungen vorangetrieben, die ab Montag schon gelten sollen (soweit ich das verstanden habe).

Der Punkt, über den ich am meisten lache und freue auf hitzige Debatten ist, dass Schulen einen Hygieneplan aufstellen sollen. Wenn ich daran denke, dass alles was Schule betrifft immer hitzige Debatten mit sich bringen, wo sich von der Großmutter (natürlich auch wenn sie schon längst verstorben ist), Eltern und alle, die nur einmal Tag an einer Schule vorbei laufen, das Recht sich heraus nehmen, eine eigene Meinung über Schule bilden zu dürfen. Wahrscheinlich denkt man, nur weil man selber Schüler war, hat man die Weisheit mit dem Löffel gefressen.

Ich weiß ganz genau, beschließt eine Schule einen Hygieneplan, wird es bei 90% der Eltern auf totale Unverständnis stoßen. Ja auf die wochenlangen Debatten um Schule und später Kindergärten freue ich mich.

Es wird sehr über die Grenze von Geschäften von 800 qm gelästert. Ich darf aber daran erinnern, Grenzen zu ziehen, ganz normal ist.

Wie oft höre ich von Frauen oder lese es, dass der Partner darf nicht mehr als eine bestimmte Körpergröße haben oder weniger (der Mann darf auf keinen Fall kleiner als die Frau sein, aber höchstens minimal). Beim Feinstaub gibt es eine Grenze (viele finden diese natürlich zu niedrig, aber soweit wie möglich nach oben vergrößern, oder keine Grenze ziehen?), aber wir heben die Grenze auf, dass wir in der Stadt 50 km/h schnell fahren dürfen. Ich meine, es soll jeder so schnell fahren dürfen, wie er es gerade für richtig hält.

Wenn man wie jetzt in den Geschäften sagt ab 800 qm sollen die Geschäfte noch geschlossen sein, dann ist das so gezogen worden. Wäre es umgekehrt, käme die hitzige Debatte auf, dass sich alle kleineren Ladenbesitzer stark benachteiligt gefühlt hätten und man wieder Bundesregierung vorgeworfen hätte, nur den großen Konzernen schützen zu wollen (Big Money). Egal wie man es (und das Leben eines Politiker kann schon sehr hart sein) wendet, es blässt immer ein starker Gegenstrom von Meinungen. Würde man auf Eigeninitiative handeln dürfen, käme im Allgemeinen das gesellschaftliche Leben zum Erliegen. Vielleicht würde dann wirklich Mord und Totschlag in einem Land herrschen. Das sieht man so in einigen Ländern auf diesem Planeten.

Ein Verbot von Großveranstaltungen halte ich für sinnvoll. Ich habe die Fußball-Bundesliga eh nicht vermisst. Ich bin kein Fan, dass heißt aber nicht, dass ich dem Fußball ablehnend gegenüber stehe. Aber jetzt ein Stadion mit 50.000 Zuschauern zu füllen, halte ich derzeit nicht für ratsam. Man muss sich eh überlegen, weil man so panische Angst nur vor dem Coronavirus hat (vor alle anderen Krankheiten, davor hat ja scheinbar keine Angst mehr), kann man sich ja einige Schritte überlegen, ob man nicht die Zuschauerzahl erst einmal reduziert. Also statt 50.000 am Anfang vielleicht nur 500 Zuschauer und das dann langsam steigert.

Ich sehe aber ein anderes Problem als die Fußballbundesliga. Den DFB Pokal. Speziell im August. Die erste Runde läuft ja so ab, dass Dorfvereine, wenn sie Glück haben, das große Los eines Erstligisten in der ersten Runde erhalten. Das bringt diesen Vereinen einen etwas größeren Umsatz als wenn nur die üblichen 200 Zuschauer kommen (ich spreche jetzt wirklich von Verbandsligisten oder Oberligisten – nicht von der vierten und dritten Liga). Das würde wegfallen oder startet man den DFB Pokal erst im August?

Vielleicht müssen die armen Fußballspieler der 1. Liga auch mal so einen Wechsel von Freitag und Sonntag spielen. Ich weiß, man kann das den teuren Stars nicht zu muten, Eishockeyspieler sind das gewöhnt, aber die sind auch aus einem anderem Holz geschnitzt.

Es gibt weiterhin keine Maskenpflicht. Das ist beruhigend. Für die Berufe, wo es verpflichtend ist, ja, aber für uns? Wer an ein Placebo glaubt, dann gerne. Wir müssen eh immer noch 1,50 Meter Abstand einhalten und die Händewaschen.

Ich will nicht wissen, wie viele Masken, die jetzt selbst hergestellt worden sind, erfüllen wirklich die Vorlagen, die die Städte veröffentlicht haben. Da haben sich irgendwelche Leute (wer – keine Ahnung, das Gesundheitsamt) Anleitungen ins Internet gestellt und ich als Laie, der noch nie so ein Ding gebaut hat, der soll damit sich sicher schützen? Ich meine, vertraut man dann nicht ehe seinen gesunden Menschenverstand, als so etwas an eine Maske abzugeben.

Das ist genau das gleiche und das hat man herausgefunden, dass Leute mit Fahrradhelm riskanter fahren als ohne. So nach dem Motto, jetzt habe ich einen Helm, jetzt kann ich meinen Kopf ausschalten und fahre schneller und gefährlicher um die Kurven. Ich bin ja ausreichend geschützt.

Bei den Masken wird es auch nicht anders kommen. Klar am Anfang halten sie sich alle daran, aber mit der Zeit kommt ein Schlendrian Einzug und ich wette, dass selbst mit selbstgebaute Maske es auch irgendwann zu Ansteckungen kommen wird. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Was ist wenn jetzt ein Attentäter unter einer Maske etwas verstecken könnte, um damit andere dauerhaft zu schädigen? Abwegig? Ich weiß noch wie man vollpanisch auf die Frauen reagiert hat, die sich vollverschleiert und nur durch eine kleine Öffnung an den Augen auftraten. Da wurden die Argumente gebracht, dass man diese Person überhaupt nicht sehe was sie tun würde und was sie unter ihren Gewand hätten – wochenlange Diskussionen.

Und jetzt? Jetzt steckt man sich eine Maske vor dem Mund. Findige Attentäter können da etwas drunter verstecken (vorallem bei den professionellen Masken).

Muss man jetzt bei Kontrollen am Flughafen oder durch die Polizei die Maske abnehmen?

Wenn jemand so Nasenpiercing hat, welches durch die Maske nicht sichtbar ist, müsste jetzt als verdächtiger Gegenstand bei der Sicherheitskontrolle auftauchen?

Es würde mich auch nicht wundern, wenn die Infektionszahlen so herunter gegangen sind, zu 0 wird man das nie bringen (so die naive Vorstellung, selbst Masern gibt es immer noch, Röteln, Aids und was es noch alles gibt), alle nehmen ihre Masken ab, verhalten sich wie vor der Krise und dann nach einem Monat nehmen die Infektionen langsam aber stetig wieder zu und dann hat das Virus mutiert und sagen wir mal das überträgt sich intensiver als das jetzige.

Dann hat man zwar einen Impfstoff für die jetzige Form, aber für neue Form nicht.

Meine Frage ist auch: Sinkt oder steigt das eigene Immunsystem wenn man über einen längeren Zeitraum bei jeder Gelegenheit so eine Maske trägt? Denn jetzt trägt man es aus Angst gegenüber Corona. Aber wehrt man dann auch nicht anderes ab, wo man vor sich eine Immunität aufgebaut hat. Wenn der ständige Kampf des Immunsystem vor diesen Erregern auf einmal aufhört (das Immunsystem ist dann gerüstet), würde bei einer Maskentragen nicht aufhören, sich zurück ziehen und wenn man dann die Maske abhebt, dass man von anderen Viren / Bakterien, vor denen man vorher immun war, anfälliger wird?

Ich weiß es nicht. Vielleicht ist das jetzt totaler Unfug was ich hier schreibe. Ich arbeite auch nur in der IT und nicht im Gesundheitswesen.